Täglich Stau und Schlaglochstrecken

SPD im Stadtbezirk sucht Wege zur Lösung von Verkehrsproblemen

Täglich Stau und Lärm auf Mengeder Straßen vor allem durch Lkw-Verkehr und viele Schlagloch-Strecken ärgern nicht nur die Bürger. Auch die SPD im Stadtbezirk sorgt sich um die Verkehrssituation und sucht Wege, Abhilfe zu schaffen.

Während es bei der Reparatur von Straßen eine Frage der Zeit (und Geduld) bis zur Instandsetzung ist, wird es bei Neubaumaßnahmen schwieriger. Wie Landtagsabgeordneter Armin Jahl erläuterte, stelle das Land für neue Straßen nur etwa ein Drittel der Summe zur Verfügung, die es für die Unterhaltung der Verkehrswege einplane. Das sei angesichts der zunehmenden Herausforderungen durch die Entwicklungen der letzten Jahre oft nicht ausreichend. Dortmund, mehr und mehr Anziehungspunkt für Logistik-Unternehmen, müsse schon jetzt mehr Lkws durchschleusen, als das vorhandene Straßennetz verkrafte. Die neue Umschlaganlage für den kombinierten Verkehr (KV-Anlage) im Hafen werde für zusätzliches hohes Aufkommen sorgen.

Jahl hält es für dringlich, Entlastung zu schaffen und will sich dafür einsetzen. Das müsse ein Schwerpunkt künftiger Planung sein. Es sei sinnvoll, Umgehungen wie die „Nordspange“ auszubauen, die den Schwerlastverkehr direkt zu den Fernstraßen bringen könne, ohne durch Wohngebiete zu fahren. Er sei sich aber bewusst, dass Straßenneubau derzeit nicht einfach realisierbar sei. „Man hat es versäumt, von Anfang an Lösungen für dieses Problem zu suchen.“

Eine Variante der Querverbindung von der Bornstraße zur Nord-Süd-Verbindung (L 609) wurde vom Rat bereits 2009 beschlossen. Ziel sei es nun, so die städtischen Verkehrsplaner, eine vollständige Ost-West-Verbindung von der L 609 bis zur Brackeler Straße im Osten zu realisieren.

Allerdings wird die vierspurige Emscherallee selbst auf Huckarder Gebiet zunächst zum schmalen, zweispurigen Nadelöhr. Zwei Ampelkreuzungen tun ein Übriges. Stockender Verkehr auf der NS 9 zwischen Huckarder Abzweig und Bodelschwingher Straße ist schon lange Alltag für die genervten Anwohner. Wenn nach Inbetriebnahme der KV-Anlage weitere 650 Lkw-Fahrten hinzukommen, dürfte Stillstand vorprogrammiert sein.

Deshalb fordern auch die Huckarder Lokalpolitiker neue Lösungen wie einen Kreisverkehr und eine zusätzliche Anbindung für die Fahrzeuge, die von der Lindberghstraße (Anschluss der Nordspange) Richtung Mengede wollen. Letztere würde rechts am Kreisverkehr vorbei direkt auf die Emscherallee führen. Außerdem halten sie die vierspurige Erweiterung der NS IX zwischen Buschstraße und Kreuzung Lindberghstraße für erforderlich.

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