Denkmalschutz für den Netter Glockenturm?

SPD-Ortsverein Nette bittet um AuskunftKirchturm im Herbst

Mit dem Bekanntwerden des Beschlusses des Presbyteriums der ev. Noah-Gemeinde, das Gemeindezentrum in Nette aufgeben und verkaufen zu wollen, in diesem Zusammenhang für die Errichtung eines Kindergartens den Glockenturm abzubrechen, wächst in Nette der Widerstand gegen diese Entscheidung. Die Reaktionen reichen von Unverständnis und Fassungslosigkeit hin zur Ankündigung, im Falle der Realisierung des Vorhabens aus der Kirche austreten zu wollen.

Inzwischen hat die Diskussion auch erstmals die Ortspolitik auf den Plan gerufen. Der Bitte des SPD-Ortsvereins Nette an MENGEDE: InTakt!, die nachfolgende Pressemitteilung zu veröffentlichen, kommen wir gern nach:

„Seit Jahren drängen die Netter Sozialdemokraten auf Schaffung weiterer Kindergartenplätze in ihrem Ortsteil. Daher begrüßen sie die Entscheidung der evangelischen Noah-Gemeinde, in Nette einen neuen Kindergarten zu errichten. Der in diesem Zusammenhang geplante Abriss des Glockenturms an der Joachim-Neander-Straße stößt jedoch auf Kritik in der Netter Bevölkerung, die in dem Bauwerk ein Wahrzeichen ihres Ortsteils sieht. Mit dem Abriss des Turmes verlöre Nette einen wesentlichen Teil seines charakteristischen Stadtbildes. Zudem wird auf die besondere Bauweise hingewiesen, in der der Turm in den 60er Jahren errichtet worden sein soll. Bauwerke dieser Art gelten heute als Dokumente bautechnischer Entwicklung. Die Position seiner Partei beschreibt der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Nette, Detlef Adam, wie folgt: ‘So sehr wir uns auch über den Neubau eines weiteren Kindergartens in Nette freuen, dürfen wir trotzdem die Einwände aus der Bevölkerung nicht unbeachtet lassen. Es muss kurzfristig durch die Verwaltung geprüft werden, ob es sich bei dem Glockenturm der Noah-Gemeinde um ein erhaltungswürdiges Baudenkmal handelt.’
Zu diesem Zweck werden die Sozialdemokraten zur nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Mengede eine entsprechende Anfrage an die Verwaltung einreichen.“

Ergänzend zu dieser Eingabe an die Bezirksvertretung vielleicht noch folgender Hinweis: Nach den unserer Redaktion bisher nur spärlich vorliegenden Informationen wird man sich nicht über zusätzliche Kindergartenplätze freuen dürfen, da im gleichen Zuge der ev. Kindergarten an der Karl-Schurz-Straße wegen Renovierungsbedarf geschlossen und das Grundstück veräußert werden soll.

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