Flüchtlingspolitik in Europa: Erst stirbt das Recht, dann der Mensch!

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PETITION: Für eine christliche, menschenrechtliche und solidarische Flüchtlingspolitik in Europa!

„Als Christinnen und Christen, als Bürgerinnen und Bürger, fordern wir die Regierungen in der EU auf, den Flüchtlingsschutz nicht weiter zu gefährden. Von unseren Kirchen in Europa erwarten wir die Verteidigung der Menschenwürde ohne politische Rücksichtnahme.“

So beginnt der Text einer Petition, die von der Juristin Beatrice von Weizsäcker, dem Europaabgeordneten der Grünen Sven Giegold und dem Menschenrechtler Ansgar Gilster an die Europäische Union gerichtet werden soll.

Die Petition wendet sich zum Schluss an die Regierungen und vor allem an die Kirchenleitungen in Europa. Hier heißt es:

Wir fordern von den Regierungen in der Europäischen Union:
Finden Sie Lösungen und eine Sprache, die von Humanität geleitet sind. Bekämpfen Sie Fluchtursachen, nicht die Flüchtlinge. Wahren Sie internationales Recht, statt es durch Abschottung auszuhöhlen. Entscheiden Sie sich für eine Politik der Mitmenschlichkeit und Solidarität, damit Europa seine Würde behält.

Wir fordern von den Kirchenleitungen in Europa:
Setzen Sie sich für Flüchtlinge ein. Äußern Sie sich mutiger, klarer und unmissverständlich. Nehmen Sie keine Rücksicht auf die Politik, sondern nur und ausschließlich auf die Menschen in Not. Setzen Sie sich in dieser historischen Situation für Flüchtlingsschutz und Humanität ein: Weisen Sie alle politischen Vorschläge zurück, denen nicht Liebe und Mitmenschlichkeit zugrunde liegen. Besuchen Sie die schutzsuchenden Menschen in ihren Unterkünften. Sprechen Sie mit den Helferinnen und Helfern, die aus Verzweiflung resignieren. Stärken Sie die Einrichtungen, die sich für Flüchtlinge einsetzen.

Der vollständige Text der Petition ist der Plattform https://www.change.org zu entnehmen; dort besteht auch die Möglichkeit die Petition zu unterzeichnen.

Bisher haben rd. 105.450 Personen die Petition unterschrieben. Das Ziel: 150.000 Unterstützer. Der Ratsvorsitzende der evgl. Kirche in Deutschland, Bischof Heinrich Bedford-Strohm, gehört inzwischen zu den Unterzeichnern, ebenfalls der frühere Arbeitsminister Norbert Blum und DGB-Chef Reiner Hoffmann.

Die Petition hat gestern einen neuen wichtigen Fürsprecher bekommen: Brot für die Welt.
In einem eindringlichen Appell ruft die Präsidentin der Organisation, Cornelia Füllkrug-Weitzel, dazu auf, das Sterben im Mittelmeer zu beenden und die Petition zu unterschreiben. „Genug ist genug!“, schreibt Füllkrug-Weitzel.  An die Adresse der Kirchen mahnt sie: „Wir sind viele und wir wollen das deutlich zeigen. Mitmenschlichkeit ist nicht verhandelbar. Unsere Kirchen und Häuser müssen Zufluchtsorte für alle Menschen bleiben, die Hilfe, Schutz und Hoffnung suchen. Nicht nur, weil wir als Christinnen und Christen eine länderübergreifende Gemeinschaft sind. Sondern auch, weil in‘s Zentrum unseres Glaubens gehört, in den Notleidenden, den Flüchtlingen Jesus Christus selbst zu erkennen und ihm zu dienen, indem wir den Menschen dienen, mit denen er sich solidarisiert hat.

Einzelheiten hierzu unter:

https://info.brot-fuer-die-welt.de/blog/gemeinsam-sterben-mittelmeer-beenden

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