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„Three Pines“ ist das Idealbild eines idyllischen Dorfes mit Bäckerei, Buchhandlung und Bistro. Ja, Bistro, denn wir befinden uns im französischsprachigen Teil Kanadas nahe Montreal. Das perfekte Baguette zu backen, ist zunächst eines der Hauptprobleme im Ort.

Doch dann taucht inmitten der Schar liebenswert schrulliger Sonderlinge eine düstere, maskierte Gestalt auf: Der Cobrador del Frac hat seinen mythischen Ursprung im spanischen Mittelalter. Der sogenannte Schuldeneintreiber steht stumm und anklagend auf dem Dorfanger. Die bedrückte Stimmung kippt, bis ihn schließlich ein aggressiver Mob bedroht. Seine Leiche wird später in der Dorfkirche gefunden.

Doch parallel dazu wird ein viel bedrohlicher Hintergrund sichtbar. Kanada wird von einer Drogenflut ungeahnten Ausmaßes überschwemmt. Die Macht der Kartelle stellt die staatliche Sicherheit in Frage. Über die kleinen vorgelagerten Magdalenen-Inseln führt der Weg der Drogen durch das unauffällige „Three Pines“. Für Armand Gamache, den Polizeichef Québecs, ist nicht nur sein Rückzugsort, an dem er ein Wochenendhaus besitzt, bedroht. Visionär sieht er eine apokalyptische Bedrohung der Zivilisation heraufziehen. Doch damit steht er nahezu allein.

Ein großartiger Einstieg in die kanadische Erfolgsreihe um Armand Gamache. Ein Mord, dessen Aufklärung rasch die dörfliche Idylle überschreitet, der zur Existenzfrage der Ermittler und der ganzen Provinz wird.

Hella Koch – Buchhandlung am Amtshaus
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