Projekt Guinea-Bissau von TARGET e.V.

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Rüdiger und Annette Nehberg starten eine neue Kampagne für den Schutz der

Rüdiger Nehberg

Mädchen in Guinea-Bissau

„Niemand sollte sich für zu gering halten, um Unmögliches Wirklichkeit werden zu lassen.“ Das ist das Lebensmotto des Abenteurers und Menschenrechtlers Rüdiger Nehberg. Mehr und mehr verband er seine anfänglich nur von Abenteuerlust angetriebenen Aktionen mit solchen für bedrohte Völker und dem Kampf gegen gesellschaftliche Missstände.

Sein Einsatz für die von der Ausrottung bedrohten Yanomami-Indianer in Brasilien führte dazu, dass diese heute geschützt in einem Reservat leben können. Es bleibt zu hoffen, dass trotz der politischen Umschwünge in Brasilien ihnen dieser Schutzraum weiter gewährt wird. 

Zusammen mit seiner Frau Annette kämpft Nehberg seit Jahren gegen die weibliche Genitalverstümmelung. Dabei beschritten sie den eher ungewöhnlichen Weg, die höchsten Würdenträger des Islam mit einzubeziehen. So erreichten sie, dass bei einer Konferenz in Kairo die dort anwesenden führenden islamischen Rechtsgelehrten die Praxis der Genitalverstümmelung  verurteilten.

Mehrsprachiges Transparent von Target e.V. gegen die weibliche Genitalverstümmelung.

Mit ihrer Menschenrechtsorganisation TARGET e. V. starteten sie  jetzt eine weitere Kampagne für ein Ende der genitalen Verstümmelung von Mädchen und Frauen in Guinea-Bissau. Dort  ist fast jedes zweite Mädchen genital verstümmelt. Dieser grausamen Art der Beschneidung folgen lebenslange, oft massive körperliche und psychische Schädigungen. „Der jahrtausendealte Brauch wird immer fälschlicherweise immer auch mit der Religion begründet, obwohl im Koran keine einzige Quelle dazu zu finden ist. Deshalb arbeiten wir mit Imam-Teams gegen das Verbrechen, denn die meisten der Betroffenen sind Muslimas“, erklärt Nehberg seine Strategie. Im westafrikanischen Guinea-Bissau werden in den kommenden Monaten zwei von TARGET e. V. geschulte Teams in die Städte und teilweise schwer zu erreichenden Dörfer reisen um vor Ort die Menschen aufzuklären.

„Wenn in den Herkunftsländern die Verstümmelung von Mädchen und Frauen aufhört, werden auch die hier in Deutschland lebenden Töchter von Migranten und Flüchtlingen geschützt sein, denn an dieser unfassbaren Tradition wird auch bei uns maßgeblich durch Unwissenheit und den Druck der Familien festgehalten,“ so Annette Nehberg-Weber von TARGET e. V.

 

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