Auf eine Tasse Kaffee…

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…heute mit:

dem Gynäkologen Dr. Bernd Friedel

Dr. Friedel ist in der Paul-Fleming-Str. in Nette geboren und hat dort bis 1981 gewohnt.
Nach der Schopenhauer-Grundschule besuchte er das Heinrich-Heine-Gymnasium, dort gehörte er zum 1. Jahrgang der damals neu gegründeten Schule.
Sein Medizinstudium absolvierte er an der Universität in Aachen. Seit frühester Kindheit hatte er schon den Wunsch Mediziner zu werden. Gynäkologe ist er seit 1995.  Nach seiner Tätigkeit als Oberarzt in den Städtischen Kliniken und dem Johanneshospital in Dortmund machte er sich als niedergelassener Arzt selbständig.

Seine Praxis hat er in Dortmund in der Wittekindstr. 105. Dort führt er ausschließlich ambulante Operationen durch. Doc Friedel liebt seinen Beruf. „Jeden Tag werden mir neue oder auch andere Aufgaben gestellt. Es ist mir nie langweilig. Als Arzt kann ich den Menschen helfen und mache es auch gerne“, sagt er. Im Übrigen sehe er das Elend dieser Welt täglich in seiner Praxis. Näher wolle er sich dazu nicht äußern.

Ein besonderes Ärgernis sei für ihn die aufgeblähte Bürokratie, mit der er täglich zu tun hat. Er müsse sich oft mit irgendwelchen Interessenverbänden auseinandersetzen. „In der für mich verlorenen Zeit könnte ich eigentlich etwas Sinnvolleres tun“.

Bernd Friedel bezeichnet sich als absolut bodenständigen Menschen. 1989 hat er sich eine Eigentumswohnung in der ehemaligen Gaststätte/Tanzlokal „Heideröschen“ gekauft. Ab 2000 erwarb er das ganze Haus. Das von Anekdoten umrankte Heideröschen wurde 1910 erbaut. Eröffnung der Gaststätte war am 10.12.1910. Erster Wirt war Konrad Jörissen.

Doc Friedel wohnt gerne im Heideröschen. Seine Eltern haben sich dort beim Tanzen kennengelernt. Er weiß auch von vielen anderen Paaren in Mengede, die dort erste zarte Bande knüpften. Klar, müsse er in dem Haus noch einiges machen. Die Putzarbeiten im Treppenhaus stehen oben auf seiner Liste. Auf die Frage, ob das Haus nicht ein Fass ohne Boden sei, antwortet er trocken: „Ja“!

Die vermieteten Wohnungen hat er komplett renoviert. Der Tresen der alten Gastwirtschaft wurde in die untere Wohnung integriert.

Heideröschen um 1920

Wenn der alte Tresen sprechen könnte, würde er mit Sicherheit viele Geschichten erzählen können. Hier eine, stellvertretend für viele andere, die  Großvater Rohpeter erzählte:
In der Mengeder Heide wohnte damals ein alter Mann, den die Kinder Opa Oberwörder nannten. Er war wohl Stammgast bei Agnes und Konrad Jörissen.
Eines Tages machte er sich auf den Weg ins Heideröschen. Da die Männer zu dieser Zeit, modisch korrekt, sehr weite Hosen trugen, steckte Opa Oberwörder sich eine junge Ente in dieselbe.

Heideröschen 1957

In der Wirtschaft angekommen bestellte er sich ein Bier und einen Korn. Außerdem Erdnüsse. Nachdem er Bier und Korn getrunken hatte, verstreute er die Erdnüsse auf dem Tresen, öffnete den Hosenstall, zog den Hals der Ente samt Kopf hervor und ließ sie Nüsse fressen. Anfangs soll Agnes laut geschrien haben. Dann habe sie aber gesagt, dass sie schon „Einige“ gesehen hat, die man rausgeholt hat, aber „Einen“, der auch Nüsse fraß, noch nie.

MENGEDE:InTakt! wünscht Dr. Bernd Friedel viel Glück bei seinen weiteren Renovierungsarbeiten.

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MENGEDE:InTakt! hat Dr. Bernd Friedel  gebeten, den (aktualisierten) Fragebogen von Marcel Proust* auszufüllen. Hier ist das Ergebnis:

Ihr Motto/Leitspruch?
Niemals aufgeben

Ihr Hauptcharakterzug?
Zuverlässigkeit

Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?
Musikalisch sein, insbesondere Singen können

Was verabscheuen Sie am meisten?
Vertrauensbruch

Ihr Interesse an Politik?
Stark

Glauben Sie Gott sei eine Erfindung des Menschen?
Ja

Welche Reform/Erfindung bewundern Sie am meisten?
Die Entwickelung der Hygiene

Mit wem möchten Sie an einer Hotelbar ein Glas Wein trinken und dabei worüber reden?
Mit meiner Frau bei einem Bier über Fußball reden

3 Dinge, die Sie mit auf eine einsame Insel nehmen würden?
Eine Angel, ein Jagdgewehr und ein großes Werk (kann mich noch nicht zwischen Kapital von Marx und der Bibel entscheiden)

Sommer oder Winter?
Sommer 

Ihre Hobbies?
Sportschießen, Segeln, Modellbau

Film oder Buch?
Film

Welchen Film haben Sie zuletzt gesehen?
Solo ( Star wars )

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?
Bevor ich jetzt gehe

Ihre Lieblingsmusik?
Neue deutsche Welle

Ihre Lieblingsblume?
Rose

Ihr Lieblingstier?
Katze

Essen & Trinken hält Leib und Seele zusammen – auch bei Ihnen? Wenn ja, was ist es?
Eher nein, ich geh eher auseinander 😉

 * Der Fragebogen von Marcel Proust
Was denken und fühlen bekannte Zeitgenossen? Diese Fragen faszinierten die Menschen schon immer. Vorbild für diese Fragen ist der wohl bekannteste Fragebogen, der den Namen des französischen Schriftstellers Marcel Proust (1871-1922) trägt. Dieser hat ihn aber nicht entworfen, sondern nur ausgefüllt, das heisst, genau genommen sogar zweimal: Einmal als 13-jähriger auf einer Geburtstagsparty. Dann im Alter von etwa 20 Jahren einen ähnlichen Fragebogen, dem er selber den Titel «Marcel Proust par lui-même» («Marcel Proust über sich selbst») gab. Berühmt wurden die Fragen durch Publikationen z. B. in der FAZ.
MENGEDE:InTakt! hat den Fragebogen etwas aktualisiert.

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