Dortmunder Initiativen gegen Klimakrise (2)

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Umwelt- und Solidargruppen schließen sich zum Klimabündnis Dortmund zusammen

Die Bedrohung der Lebensgrundlagen auf unserem Planeten durch den Klimawandel ist unübersehbar und die Auswirkungen sind auch in Dortmund zu spüren. Regelmäßig demonstrieren freitags Schüler*innen und Studierende der „Fridays for Future“-Bewegung in der Innenstadt. 

Diesen Rückenwind nutzt jetzt ein „Klimabündnis Dortmund“, zu dem sich 23 Organisationen und Initiativen aus den Bereichen Energie, Mobilität und Naturschutz mit der Fridays-Bewegung und weiteren Einzelpersonen als Netzwerk zusammengeschlossen haben. „Ein Bündnis so vieler Verbände und Initiativen mit insgesamt über 8000 Mitgliedern ist in dieser Form einmalig für Dortmund.“, so Thomas Quittek vom BUND. 

Die Stadt ist seit 1993 Mitglied im Klima-Bündnis der europäischen Städte. Die aktuelle CO2-Bilanz für Dortmund zeigt aber, dass wir noch weit entfernt sind von den lokalen Klimazielen. Hier sieht das Bündnis dringenden Handlungsbedarf. 

Zielgruppen sind sowohl Politik als auch die Bürgerschaft. Das Klimabündnis will sich u.a. in das Handlungsprogramm „Klima Luft 2030“ einbringen, das der Rat der Stadt am 4.7.2019 auf den Weg gebracht hat. Ein neues Instrument sind die „Klimadialoge“, zu denen sich Bürger*innen, Initiativen und gerne auch Politik und Verwaltung einmal monatlich zusammenfinden. Pfarrer Friedrich Laker hat mit der Fridays-Bewegung zum ersten Dialog bereits am Samstag, 6.7.2019 ab 14:00 Uhr in die Pauluskirche  eingeladen.. 

Zur Kommunalwahl soll ein Forderungskatalog erstellt werden. Im Bereich der Energiepolitik wird gefordert, dass die Stadt Dortmund alles tut, um die Energiewende vor Ort voranzubringen und den Kohleausstieg zu fördern. Eckhard Althaus vom Bündnis DEW-kommunal: „Der Rat muss dafür sorgen, dass DEW21 endlich vollständig in kommunale Hand kommt und die RWE-Aktien verkauft werden.”

Großen Handlungsbedarf sieht das Netzwerk im Bereich Mobilität. Hier gibt es nach wie vor überhaupt keine Minderung der CO2-Emissionen. Lorenz Redicker vom VCD: „Kleinere Maßnahme zur Förderung des Umweltverbundes (Zu-Fuß-Gehen, Radfahren, ÖPNV) reichen nicht aus. Die Dominanz des Autoverkehrs muss gebrochen werden, z.B. durch Erhöhung von Parkgebühren und die Umwidmung von Straßenraum zugunsten von Fußgänger*innen und Radfahrer*innen. “

Zusätzliche Infos:
Das Klimabündnis trifft sich an jedem ersten Donnerstag im Monat um 18:00 Uhr in der Pauluskirche (Schützenstraße 35); das nächste Mal am 1.8.2019. Die monatlichen Treffen dienen dem inhaltlichen Austausch und der Vernetzung. Hier werden das weitere Vorgehen, Aktionen und Projekte geplant. Das Bündnis steht weiteren Unterstützer*innen offen.

Kontakt: Friedrich Laker, klimabuendnis-dortmund@posteo.de, Tel. 0170 3144148

Die Akteure 

  • ADFC Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club, Dortmund
  • AGARD Arbeitsgemeinschaft Amphibien- und Reptilienschutz in Dortmund
  • ARIWA Animal Rights Watch Ruhrgebiet
  • Attac Dortmund
  • BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Dortmund
  • Bündnis DEW-kommunal 
  • Do-FOSS Bürger*inneninitiative für Freie Software
  • Fridays for Future Dortmund
  • Parents for Future Dortmund
  • Gemeingüter-Initiative von Pauluskirche und Kultur 
  • Greenpeace Dortmund
  • Initiative Dortmund – Kolumbien
  • IPPNW Internationale Ärzte für die Verhütung des Atom-krieges/Ärzte in sozialer Verantwortung, Dortmund
  • iz3w Informationszentrum Dritte Welt, Dortmund
  • Kultur und Leben e.V.
  • NABU Naturschutzbund Deutschland, Dortmund
  • Naturfreunde Kreuzviertel 
  • netz NRW – Verbund für Ökologie und soziales Wirtschaften
  • SGF Schutzgemeinschaft Fluglärm DO – Kreis Unna
  • Solidarische Landwirtschaft Dortmund 
  • Tante Albert Gemeinschaftsgartenprojekt
  • VCD Verkehrsclub Deutschland, Dortmund/Unna
  • VegaDo vegan leben in Dortmund
  • VeloKitchen Selbsthilfewerkstatt – Vegane Küche
  • VeloCityRuhr
Text und Foto: Thomas Quittek
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