Mengede liebt Vielfalt und Toleranz

| Keine Kommentare

Begeisternde Musik zum Advent in der kath. St. Remigiuskirche

Knapp 130 Kinder und Jugendliche musizierten  am gestrigen Nachmittag in der Mengeder kath. St. Remigiuskirche. Die Idee zum Thema der Veranstaltung wurde im „Mengeder Netzwerk gegen Rechts“ geboren und gemeinsam mit der Musikschule Dortmund umgesetzt. Es sollte ein Konzert werden, das  Vielfalt  und Toleranz sichtbar und hörbar macht und zeigt, wofür die Menschen in Mengede stehen.

So lauteten auch die Botschaften in den Grußworten,  die Pfarrer Hubert Werning als Hausherr, Pfarrer Reinald Martin-Bullmann als Sprecher des „Netzwerkes” und Bürgermeister Manfred Sauer als Vertreter des Oberbürgermeisters der Stadt Dortmund an das Publikum und an die MusikerInnen in der vollbesetzten Kirche richteten.

Vor diesen kurzen, aber einfühlsamen Begrüßungsworten hatte es bereits den musikalischen Auftakt gegeben. Man hatte das Gefühl, lange hätten es die Kinder und Jugendlichen nicht mehr aushalten  können – schließlich hatten sie am Tag vorher intensiv geprobt und am Sonntag ebenso – jetzt wollten sie endlich zeigen, was sie drauf haben. Und das gelang eindrucksvoll mit dem Triumphmarsch  aus Verdis Oper „Aida“ . Hier zeigten die Akteure gleich, wo es an diesem Nachmittag langgehen sollte: Fröhlich und unbeschwert, kraftvoll, aber auch ausgesprochen zart und meldodisch – all das wurde gleich zu Beginn und dann auch im Laufe des weiteren Konzerts auf sehr hohem Niveau geboten.

Faszinierend auch das abwechslungsreiche Programm, was  allerdings nicht verwunderlich ist, denn in der Konstellation des sonntäglichen Adventskonzertes  kamen Gruppierungen zusammen, die für sich allein schon ein Konzert hätten bestreiten können. Das war Extraklasse!

Die Mitwirkenden an dem Adventskonzert waren:

  • Das Jugendorchester der Musikschule Dortmund „Sinfonietta“; es handelt sich um ein 65köpfiges Orchester mit Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 8 und 16 Jahren unter der Leitung von Mechthild van der Linde und Achim Fiedler 
  • Der Kinderchor St. Marien aus Ahaus und die Vokal AG der Bischöflichen Casiniusschule Ahaus unter der Leitung von Ursula van der Linde-Bancken
  • Das Harfenensemble „Allegra“; es handelt sich zum ein 8köpfiges Harfen-Ensemble mit Kindern und Jugendlichen aus Dortmund, Recklinghausen, Selm und Münster unter der Leitung von Verena Volkmer.

Mal spielten sie allein, wie z. B. das Harfenensemble „Allegra“ oder die Flötensolistin im „Gruß aus Ungarn“ – einem von Achim Fiedler arrangierten Stück für Flöte und Orchester. Aber am eindrucksvollsten war es, wenn alle miteinander musizierten.

Adventslieder zum Mitsingen durften natürlich nicht fehlen – emotionaler Höhepunkt sicher für Publikum und MusikerInnen, als drei Adventslieder angestimmt wurden. 

Durch die Veranstaltung führte der Leiter des Dortmunder Jugendorchesters Sinfonietta – Achim Fiedler – kenntnisreich und engagiert. Das besondere Engagement aller Beteiligten war übrigens für die Gäste, die diese Konzertveranstaltung zum ersten Mal erleben durften, eine besondere Erfahrung.

Langanhaltender Beifall war der Dank für ein selten erlebtes Musikereignis.

Es gibt keinen Zweifel: Die Verantwortlichen aus Mengede sollten alles daran setzen, die Planungen für ein „da capo im nächsten Jahr“ rechtzeitig  ingang zu setzen. 

Susanna Biosca, Neu-Mengederin, Dozentin an der Musikschule Dortmund und treibende Kraft für die Realisierung des Adventskonzertes, ist überglücklich, dass die Veranstaltung so erfolgreich geworden ist.
„Als wir die Idee hatten, ein Konzert unter der Motto ‘So klingt Vielfalt’ in Mengede zu organisieren war für uns klar, dass  Kinder und Jugendliche das Konzert gestalten sollten. Genau diese Generation ist angesprochen, die Werte von Respekt und Demokratie weiterzutragen.

Musikalisch wurde Vielfalt gestaltet, indem drei verschiedene Klangkörper auf ihre jeweils einzigartige Art und Weise Klang und Farbe gezeigt haben: das Orchester, der Chor und das Harfenensemble. 

Klingen alle drei Klangkörper zusammen, entsteht ein magischer Klangraum. Vielfalt wird Einheit und Musik spricht etwas aus, was nicht in Worte gefasst werden kann“.

Hinweis: Zur Vergrößerung der Fotos diese bitte anklicken! Fotos: Silvia Rzadkowski

 

   Send article as PDF   

Schreibe einen Kommentar