12. KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund läßt ein hoch emotionales  Programm erwarten

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Gemeinsam das Festival erleben vom 17.5. – 14.6. 2020

Das Programm für das 12. KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund steht und es scheint, dass dem Team um Festivaldirektor Torsten Mosgraber  mit dem Thema GEFÜHLSwelten erneut gelungen ist, an außergewöhnlichen  Konzerterlebnissen zu attraktiven Preisen teilhaben zu können.

Zum Leitthema des diesjährigen Festivals schreiben die Veranstalter:
Emotionen sind das bestimmende Thema unserer Zeit: Sie beeinflussen nicht nur das menschliche Verhalten und unseren Alltag, sondern zunehmend auch die Politik und das Zusammenleben. Musik, und ganz besonders der Gesang, erreicht unsere Seele, wie kaum eine andere Kunstform. Gemeinsam mit dem Publikum will das Festival deshalb zum Auftakt des neuen Jahrzehnts mit Vokalmusik vom 15. Jahrhundert bis heute und exzellenten Künstler*innen aus über 20 Ländern Musik gewordene Gefühlswelten von drei Kontinenten erspüren.

Zu den einzelnen Schwerpunkten des Festivals gibt nachfolgend es einige kurze Hinweise;
ausführlichere Informationen unter: http://www.klangvokal.de

OPER

Lawrence_Brownlee; Foto: Shervin_Lainez

Gleich zum Auftakt am 17. Mai geht es mit Vincenzo Bellinis Belcanto-Oper „Il Pirata“ um Liebe und Eifersucht los. Das Publikum darf sich auf drei weltweit gefeierte Sänger*innen im Konzerthaus Dortmund freuen: Die lettische Sopranistin Marina Rebeka, den US-amerikanischen Tenor Lawrence Brownlee und den italienischen Bariton Franco Vassallo. Unterstützt wird das Ensemble vom WDR Rundfunkchor. Es spielt das WDR Funkhausorchester unter der Leitung von Maestro Giacomo Sagripanti. 

Mit Leonardo Vincis Oper „Gismondo Re di Polonia“ setzt Klangvokal die Serie spannender Entdeckungen aus dem Barock fort. Die selten gespielte Oper zeigt Figuren, die hin- und hergerissen sind zwischen Politik, Liebe und der Suche nach Frieden. Angeführt wird das Sängerensemble vom international umjubelten Counter- Tenor Max Emanuel Cencic. Zur Deutschland-Premiere im Orchesterzentrum|NRW reist Cencic mit dem exzellenten Alte-Musik-Ensemble Orkiestra Historyczna und seinen Counter-Kollegen Yuriy Mynenko und Bruno de Sá an. Unterstützt wird dieser Konzertabend durch das polnische Kulturinstitut Instytut Adama Mickiewicza. 

MUSIK VOR 1750
Kenner des KLANGVOKAL Musikfestivals wissen es längst: Musik vor 1750 hat bei uns einen prominenten Platz. So werden Christina Pluhar und ihr fabelhaftes Ensemble L’Arpeggiata am 06. Juni „Himmelsmusik“ im Konzerthaus erklingen lassen.

Christina Pluhar; Foto: Marco Borggreve

In seine Heimat Argentinien lockt Leonardo García Alarcón mit der Cappella Mediterranea – in einem Crossover aus argentinischer Musik des 17. Jahrhunderts und der des Liedermachers Joan Manuel Serrat. Der international gefragte Alte-Musik- Dirigent Leonardo García Alarcón ist mit Serrats Musik aufgewachsen und erweist ihm jetzt diese außergewöhnliche Referenz. 

Zum Festivalabschluss am 14. Juni ist das Festival mit barocken „Meistern der Dresdner Kirchenmusik“ erstmals in der Großen Kirche Aplerbeck zu Gast.

CHOR
Der Dortmunder Musikverein, die Dortmunder Philharmoniker und internationale Topsolisten wie der US-amerikanische Tenor Brenden Gunnell begeisterten bei Klangvokal 2017 unter der Leitung von Granville Walker mit Edward Elgars Oratorium „The Dream of Gerontius“. Nun erklingt am 07. Juni sein nicht weniger klangintensives, herrlich melodisches Glaubenswerk „The Kingdom“. Eine starke Begegnung von Dortmunder und internationalen Künstler*innen in der St. Reinoldikirche. Am gleichen Ort wird das Festival zuvor erstmals mit einem Musik-Gottesdienst unter Beteiligung des Dortmunder Bachchors seinen Auftakt am 17. Mai nehmen. 

Huelgas Ensemble Foto: Damon De Backer

Das 2019 mit einem Opus-Klassik geadelte belgische Huelgas Ensemble unter der Leitung von Paul Van Nevel entführt am 22. Mai im Reinoldihaus in die franko- flämische Vokalpolyphonie. 

Dass der 2001 vom ehemaligen „King’s Singer“ Nigel Short gegründete Londoner The Tenebrae Choir geradezu der Inbegriff für vokale Perfektion und Ausdruckstiefe ist, davon konnte sich das Festivalpublikum 2017 beim bejubelten Debüt dieses Ausnahmeensembles überzeugen. Der zeitlosen Schönheit der englischen Musik des 15. Jahrhunderts widmen sich jetzt Short und The Tenebrae Consort – handverlesene Sängerinnen und Sänger des Tenebrae Choirs – am 19. Mai in der stimmungsvollen St. Marienkirche. 

Der norwegische Chor Det Norske Solistkor begeistert weltweit mit Stilsicherheit, Homogenität und Reichtum an Klangfarben. Bei einem seiner seltenen Deutschland- Konzerte stellt das 24-köpfige gemischte Ensemble nun in der besonderen Atmosphäre der St. Nicolaikirche Motetten von Johann Sebastian Bach der Chormusik von Francis Poulenc und Kaija Saariaho gegenüber. 

Und auch in diesem Jahr werden rund 150 Chöre aus Dortmund und dem Umland beim 12. FEST DER CHÖRE in der Innenstadt die große Bandbreite des Chorgesangs unserer Stadt aufzeigen. 

JAZZ UND WELTMUSIK

Awa Ly

Die geheimnisvolle Awa Ly begibt sich mit ihrer samtig-rauchigen Stimme auf eine Reise zu ihren senegalesischen Wurzeln. Sie überschreitet nonchalant musikalische Grenzen – und weiß sicher auch durch ihre starke Bühnenpräsenz am 28. Mai im domicil zu überzeugen. 

Er ist der „König der Sevdah-Musik“: Damir Imamović. Mit seinen Lied gewordenen Geschichten, die er in so illustren Konzertsälen wie dem Concertgebouw Amsterdam oder dem Pariser Centre Pompidou und nun erstmals am 29. Mai auch im Reinoldihaus Dortmund zu erzählen weiß, überwindet der bosnische Künstler die Gräben der Vergangenheit. Auch dieses Konzert ist eine Deutschland-Premiere bei Klangvokal. 

Eine neue, faszinierende Farbe im Festivalsommer 2020 zieht am 05. Juni im domicil ins Festivalprogramm ein: Canalón de Timbiquí versprühen die positive Energie der Musik ihrer Heimat Kolumbien aus Gesang und ansteckender Rhythmik. Angeführt wird die achtköpfige Band, die aktuell für den Latin-Grammy nominiert ist, vom vierstimmigen Frauenchor und seiner weichen charmanten Melodik, getragen von den Beats der Rhythmusinstrumente Marimba, Guasá-Rasseln und Bombo-Trommeln – hier verschmelzen lateinamerikanische und westafrikanische Musiktraditionen. 

Lisa Simone

Längst ist sie aus den Fußstapfen ihrer kongenialen Mutter getreten und selbst ein international gefeierter Jazz-Star: Lisa Simone, die Tochter der amerikanischen Soul- Legende und Bürgerrechtlerin Nina Simone, gilt als eine der spannendsten Jazz- Sängerinnen der Jetztzeit und triumphiert bei so erlesenen Jazz-Festivals wie dem Montreux Jazz. Zu erleben am 10. Juni im domicil. 

Und last but not least: Angélique Kidjo, die ungekrönte Queen of Africa, die ihr Publikum weltweit von den Sitz.en reißt. Unzählige Auszeichnungen wurden ihr für ihre Weltmusik-Alben bisher verliehen. Ende Januar kam ein weiterer Grammy dazu. Zu Recht: Klänge aus ihrer Heimat Benin, Afro-Pop, R’n’B, Jazz, aber auch lateinamerikanische und afrokaribische Einflüsse gehen in der Musik der stimmgewaltigen Sängerin eine unverwechselbare, energetische Symbiose ein. Im Konzerthaus Dortmund trifft die afrikanisch-französische Ausnahmekünstlerin und UNICEF-Botschafterin am 11. Juni nun erstmals auf die Neue Philharmonie Westfalen und verpackt ihr musikalisches Spektrum vom Jazz bis zu lateinamerikanischen Beats in große, bewegende Sounds

Weitere Infos zum Musikfestival

Seit Januar 2020 gehört das KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund als ein Bestandteil des Instituts für Vokalmusik gemeinsam mit dem neuen Vokalmusikzentrum NRW zu den Kulturbetrieben der Stadt Dortmund. 

Das Festival-Budget beträgt 2020 rund 570.000 EURO. Finanziert wird es durch die Stadt Dortmund (364.000 EURO), durch Einnahmen aus Kartenverkäufen, Anzeigen und Programmheftverkäufen (ca. 125.000 EURO) sowie durch die Unterstützung von Sponsoren. 

Das Festival freut sich über die Unterstützung von bewährten Partnern und Förderern. Traditionell präsentiert die Sparkasse Dortmund das Festival seit 2009 als Hauptsponsor. Es wird zudem von den Freunden des Klangvokal Musikfestival e. V. und vielen weiteren Förderern, wie der Mercedes-Benz Niederlassung Dortmund, unterstützt. Außerdem engagieren sich viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer (darunter viele Mitglieder von proKULTUR) für das Festival. 

Hinweis: Zur Vergrößerung der Fotos diese bitte anklicken!

 

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