Kidical Mass 2020 startet am 20. September um 14 Uhr auf dem Friedensplatz

Kinder aufs Rad: Die Kidical Mass will auch in Dortmund mit ihrer bunten Fahrrad-Demo die Straßen erobern

 In über hundert Städten in Deutschland, Belgien, Großbritannien, Österreich und der Schweiz werden Kinder, Jugendliche und Familien am 19. und 20. September 2020 auf Fahrrädern eine riesige Kidical Mass veranstalten. Zum Weltkindertag und im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche fordern sie ein Umdenken in der Verkehrspolitik. „Wir wollen, dass Kinder sicher mit dem Rad fahren können“, sagt Darius Silski von Aufbruch Fahrrad Dortmund. Der Vater von zwei Kindern erklärt: „Bei der Kidical Mass erobern sich hunderte Kinder die Stadt zurück und fahren strahlend über den Wall und die großen Straßen, um so für ein kinder- und fahrradfreundliches Dortmund zu werben.“
Die Polizei sichert die Strecke ab.
Veranstaltet wird die Kidical Mass in Dortmund von Aufbruch Fahrrad Dortmund und VeloCityRuhr. Gestartet wird am 20. September um 14 Uhr auf dem Friedensplatz.  Die Organisatoren möchten an den Erfolg des letzten Jahres anknüpfen, als mit 1100 Teilnehmenden in Dortmund die bisher weltgrößte Kidical Mass stattfand. In diesem Jahr ist der Hoeschpark das Ziel, um auf den großen Handlungsbedarf für den Radverkehr in der Nordstadt, aber auch auf das große Potenzial in diesem Stadtteil hinzuweisen.„Es ist natürlich ein großer Spaß, mit hunderten Kindern und guter Musik mitten auf dem Wall zu fahren, wo sonst die Autos dröhnen“, meint Peter Fricke von Aufbruch Fahrrad Dortmund und VeloCityRuhr, aber es gehe auch darum, eine andere Verkehrspolitik einzufordern.
Gerade für Kinder sei eine Qualitätswende bei der Dortmunder Radinfrastruktur wichtig. „Schmale aufgepinselte Streifen auf Hauptstraßen reichen einfach nicht“, meint Fricke. Wo immer möglich, müssten auf Hauptstraßen Auto- und Radverkehr baulich getrennt und für gute Sicht gesorgt werden. Und dort, wo der Radverkehr über Nebenstraßen geführt werde, müsse der Durchgangsverkehr von Autos unterbunden werden. „Eine Nebenstraße voller Kfz-Durchgangsverkehr funktioniert einfach nicht für Radfahrende, und schon gar nicht für Kinder“, meint Fricke.
Quelle: VeloCityRuhr; Fotos: Sebastian Peter; Zur Vergrößerung der Fotos diese bitte anklicken!
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