Stadtbezirk Mengede erinnert an die Pogromnacht am 9.November 1938 – coronabedingt mit reduziertem Programm

Andacht am heutigen Montag, 9. November 2020, in der ev. St. Remigius Kirche

Zum 82. Mal jährte sich heute die Reichspogromnacht. In dieser Nacht wurden im Jahr 1938 in ganz Deutschland Synagogen angezündet und jüdische Geschäfte, Wohnungen und Einrichtungen von den Nazis angegriffen, geplündert und zum Teil zerstört. Jüdische MitbürgerInnen wurden misshandelt, verschleppt und getötet. Nach den Angaben der damaligen Machthaber wurden bei dem Pogrom 91 Menschen getötet und 267 Synagogen zerstört. Die tatsächlichen Zahlen des Mordens und Zerstörens werden heute jedoch auf ein Vielfaches geschätzt.
In den nachfolgenden Tagen wurden außerdem 30.000 jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger verhaftet und in KZ’s deportiert, wo viele von ihnen den Tod fanden.

 

Zur Erinnerung an diese Greueltaten hat das „Netzwerk gegen Rechts im Stadtbezirk Mengede“- wie immer in den letzten Jahren – eine Gedenkveranstaltung durchgeführt.  Coroanabedingt in reduzierter Form: Der gemeinsame Fußweg vom Amtshaus zur Kirche mit Halt am Stolperstein in der Williburgstraß 6 fiel aus, ebenfalls der Gedankenaustausch im Anschluss an die Gedenkfeier.
Die inhaltliche Gestaltung der Andacht hatten Pfarrerin Stephanie Lüders und Rainald Martin-Bullmann vom „Netzwerk“ übernommen; die angemessene musikalische Begleitung erfolgte durch das Streichertrio  Susanna, Paul und Julia Biosca sowie durch Reinhard Kraus am Piano.

Die offizielle Gedenkveranstaltung der Stadt Dortmund fand auf dem Platz der Alten Synagoge statt – coronabedingt nicht in der ursprünglich geplanten Form, d.h. ohne Gäste und ohne Programm. Oberbürgermeister Westphal und Rabbiner Baruch Babaev legten am Platz der Alten Synagoge Kränze nieder.

Foto: Anja Kador/Stadt Dortmund; (v.li.) Zwi Rappoport (Vorstand Jüdische Kultusgemeinde), OB Thomas Westphal, Rabbiner Baruch Babaev

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