Standortfrage  um  den Drogenkonsumraum

Verantwortung statt Polarisierung:
SPD stößt neuen Weg für Drogenkonsumraum an

Die   SPD-Fraktion  im  Sozialausschuss  führt  die  Standortfrage  um  den
Drogenkonsumraum aus der Sackgasse und regt mit ihrem Antrag die Suche nach
einer  nachhaltigen  und  langfristigen Lösung erneut an. Denn wichtig ist,
dass der Fokus der Maßnahmen nicht nur auf Repressionen liegt, sondern auch
wieder  auf  Unterstützungsangebote gerichtet wird. Erfahrungen aus anderen
Städten  machen  deutlich:  Nur  eine ausgewogene Kombination aus Hilfe und
Ordnungspolitik    führt    zu    einer   nachhaltigen   Verbesserung   der
Gesamtsituation in der Stadt für alle Menschen.Die   Verwaltung   soll   mögliche  Standorte  für  einen  Drogenkonsumraum
evaluieren und der Politik eine belastbare Entscheidungsgrundlage vorlegen.
Dabei sollen die Entwicklungen rund um den neuen Entlastungsstandort an der
Rheinischen Straße berücksichtigt werden, der Bewegung in die Infrastruktur
der  Drogenhilfe bringt. Ebenso sollen die veränderten Anforderungen an das
Hilfesystem berücksichtigt werden, die sich aus den aktuellen Entwicklungen
innerhalb der Drogenszene in Dortmund ergeben.

„Ordnungspolitische Maßnahmen allein, wie sie in den letzten Monaten massiv
vorangetrieben  wurden,  bringen  uns nicht weiter. Das erleben wir täglich
auf  der  Straße  und  hören  es  auch von den sozialen Angeboten vor Ort“,
erklärt  Daniela  Worth, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. „Wir
brauchen  ein  besseres und tragfähiges Unterstützungsangebot, das wirklich
greift.  Gleichzeitig  ist  es  wichtig,  dass  die  Suche  nach  passenden
Standorten  nicht  nur beschleunigt, sondern auch an die aktuellen Umstände
und Anforderungen angepasst wird.“

Jetzt  ist der richtige Zeitpunkt, die seit längerem offenen Standortfragen
im  Gesamtzusammenhang  zu  betrachten.  Ziel  ist es, Angebote sinnvoll zu
bündeln,  besonders  betroffene  Stadtteile  zu  entlasten und zugleich die
berechtigten  Interessen  von Anwohnenden, Gewerbe und öffentlichem Raum zu
berücksichtigen.

Mit  ihrem Prüfauftrag im Sozialausschuss setzt die SPD auf eine sachliche,
abgewogene  und  zukunftsfähige  Lösung für die Drogenhilfe in Dortmund zum
Wohl der gesamten Stadtgesellschaft.

Quelle: SPD-Ratsfraktion