Weiter geht’s: Fahrzeug Nr. 25 ist in Dortmund angekommen
Es war schon dunkel, als das XXXXL-Paket am Dienstagabend (14.4.) per Sattelschlepper auf dem Betriebshof von DSW21 in Dorstfeld angeliefert wurde: ein nigelnagelneuer Stadtbahnwagen. Nicht irgendeiner, sondern das 25. Neufahrzeug im Rahmen des »B-Wagen-Projektes« – und das erste seit mehr als einem Jahr.Das Insolvenzverfahren beim Hersteller »Heiterblick« hatte das Großprojekt des Dortmunder Verkehrsunternehmens Anfang 2025 ins Stocken gebracht. 24 von insgesamt 34 bestellten Neufahrzeugen waren bis zu diesem Zeitpunkt an DSW21 ausgeliefert worden. Lange Zeit war anschließend unklar, ob die noch fehlenden zehn Fahrzeuge überhaupt produziert werden würden.
Umso größer die Erleichterung bei DSW21, als man sich Ende vergangenen Jahres nach monatelangen Verhandlungen mit „Heiterblick „und dem zuständigen Sachwalter auf eine Fertigstellungsvereinbarung für die zehn ausstehenden Neufahrzeuge einigen konnte. Inzwischen wurde die Produktion in Leipzig wieder hochgefahren. Mit dem polnischen Stadtbahn-Bauer PESA hat sich ein Investor gefunden, der bei „Heiterblick“ einsteigt. Der erste der zehn ausstehenden Stadtbahnwagen – er wird die Nummer 389 tragen –, ist nun in Dortmund eingetroffen und kann voraussichtlich schon ab Ende Mai »auf Strecke« gehen. Die weiteren neun Fahrzeuge folgen nach und nach bis Mitte 2027.
„Die Ankunft des 25. Neufahrzeugs ist nicht nur für uns als Unternehmen, sondern vor allem für die vielen ÖPNV-Nutzer*innen in Dortmund eine richtig gute Nachricht“, sagt DSW21-Verkehrsvorstand Ulrich Jaeger. „Die Erweiterung unserer Stadtbahn-Flotte schreitet nun endlich weiter voran. Mit jedem zusätzlichen Fahrzeug, das in Dortmund eintrifft, werden wir im Betrieb leistungsstärker und flexibler.“
Parallel laufen derzeit mit PESA und Heiterblick Gespräche über die Fortsetzung des Modernisierungsprogramms – Teil 2 des insgesamt rund 300 Millionen Euro schweren »B-Wagen-Projekts«. Geplant und beauftragt ist, die 64 Fahrzeuge der Bestandsflotte in den kommenden Jahren baugleich zu den Neufahrzeugen zu modernisieren. Bislang befindet sich nur der »Prototyp« in Dortmund, wo er zurzeit die Typprüfung, Voraussetzung für die Zulassung zum Linienbetrieb, durchläuft.
Gelingt es, auch für das Modernisierungsprogramm eine Einigung zu erzielen, würde DSW21 Anfang der 2030-er Jahre über 98 hochmoderne B-Wagen verfügen. Hinzu kommen die 47 Niederflurwagen des Typs NGT-8, die auf der Ost-West-Strecke (U43 / U44) eingesetzt werden.