Abbau der Mitbestimmung bei Thyssenkrupp

AfA Dortmund und Jens Peick, MdB unterstützen die IG Metall im Widerstand gegen den weiteren Abbau der Mitbestimmung bei Thyssenkrupp

 Die AfA Dortmund unterstützt die Kritik der IG Metall und stellt sich an die Seite der Beschäftigten im Widerstand gegen den weiteren Abbau der Mitbestimmung bei Thyssenkrupp. Die geplante Ausgliederung weiterer Unternehmensteile in KGaA-Strukturen ist aus ihrer Sicht kein technischer Vorgang, sondern ein gezielter Schritt zur Schwächung von Arbeitnehmerrechten, Tarifbindung und demokratischer Kontrolle.„Wer Mitbestimmung gezielt schwächt, greift nicht nur Arbeitnehmerrechte an, sondern stellt sich auch gegen die Beschäftigten und ihre gewerkschaftliche Vertretung in Nordrhein-Westfalen“, erklärt Ulrich Piechota für die AfA Dortmund.

Mitbestimmung ist kein schmückendes Beiwerk, sondern ein Grundpfeiler des deutschen Industriemodells. Sie schützt die Interessen der Beschäftigten, sichert langfristige Entscheidungen und verpflichtet Unternehmen zu sozialer Verantwortung. Gerade in Zeiten von Transformation, Digitalisierung und klimaneutralem Umbau ist ihre Schwächung ein direkter Angriff auf gute Arbeit und demokratische Teilhabe.

Aus Sicht der AfA Dortmund hätte eine weitere Ausgliederung in KGaA-Strukturen gravierende politische und soziale Folgen:

  • weniger Einfluss für Arbeitnehmervertretungen,
  • weniger Kontrolle über strategische Unternehmensentscheidungen,
  • mehr Unsicherheit für Beschäftigte und Standorte,
  • mehr Spielraum für Fremdvergabe, Personalabbau und kurzfristige Renditeinteressen.

Besonders brisant ist aus Sicht der AfA Dortmund, dass zentrale Entscheidungen künftig in kleinen Machtzirkeln fallen könnten, während Betriebsräte, Gewerkschaften und Beschäftigte systematisch an den Rand gedrängt werden.

„Nordrhein-Westfalen ist Industrie- und Mitbestimmungsland. Wer Verantwortung für zehntausende Beschäftigte trägt, darf sich nicht aus der demokratischen Verantwortung stehlen und die Interessen der Belegschaften aushebeln“, betont Jens Peick. MdB und Unterbezirksvorsitzender der SPD Dortmund.

Die AfA Dortmund steht gemeinsam mit der IG Metall und den Betriebsräten an der Seite der Beschäftigten im Widerstand gegen die Demontage der Mitbestimmung bei Thyssenkrupp. Der Konzern muss seiner sozialen Verantwortung gegenüber den Belegschaften und den Industrieregionen des Landes gerecht werden.

Deshalb fordert die AfA Dortmund unmissverständlich:

  • den Erhalt vollwertiger Mitbestimmungsrechte in allen Unternehmensteilen,
  • klare und transparente Zukunftskonzepte für Standorte und Beschäftigung,
  • Investitionen in Qualifizierung und Transformation statt Strukturabbau,
  • eine Industriepolitik, die gute Arbeit und demokratische Unternehmensführung sichert.

Mitbestimmung ist kein Kostenfaktor, sondern die demokratische Grundlage einer starken, sozialen und zukunftsfähigen Industrie.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft für Arbeit Dortmund (AfA Dortmund).