Neuer Abschnitt der Veloroute 5 in Hörde: Die Fahrradstraße Am Bruchheck wächst

Dieses Foto ist Ende 2025 entstanden, als der südliche Abschnitt der Straße Am Bruchheck 2025 als Fahrradstraße ausgewiesen wurde. Jetzt geht es um den nördlichen Abschnitt: Er ist 310 Meter lang und liegt zwischen der Goystraße und der Kreuzung Burgunderstraße / Am Oelpfad.
© Uwe Grützner

Der Ausbau des Dortmunder Veloroutennetzes geht weiter: Auf der Straße Am Bruchheck wird ein neuer Abschnitt der Hörder Veloroute eingerichtet. Der nördliche Teil der Straße wird voraussichtlich ab dem Frühjahr 2027 zur Fahrradstraße.

In Dortmund sollen insgesamt neun Velorouten mit einer Gesamtlänge von rund 82 Kilometern entstehen. Sie führen jeweils vom Radwall (Wallring) in der Innenstadt nach Eving, Scharnhorst, Brackel, Aplerbeck, Hörde, Hörde-West, Hombruch, Lütgendortmund und Mengede. Drei Velorouten verlaufen abschnittsweise über den geplanten Radschnellweg Ruhr (RS1) oder den Hoesch-Hafenbahn-Weg. Wie es auf dem Teilstück 12b Veloroute 5 – Hörde – weitergeht, ist nun klar. Die Verwaltung hat die Planungen abgeschlossen und informiert aktuell die politischen Gremien.

Zwischen der Straße An der Goymark und der Goystraße wurde die Straße Am Bruchheck bereits 2025 als Fahrradstraße ausgewiesen. Dortmund stehen noch einige Restarbeiten an, die demnächst erfolgen werden.

Jetzt geht es um den nördlichen Abschnitt (12b): Er ist 310 Meter lang und liegt zwischen der Goystraße und der Kreuzung Burgunderstraße / Am Oelpfad. Das Tiefbauamt wird diesen Bereich auf der gesamten Länge als Fahrradstraße ohne größere bauliche Veränderungen einrichten. Sobald die beantragten Fördermittel bewilligt sind, beginnt die Ausschreibung der Bauleistungen. Das Tiefbauamt rechnet mit einem Baustart voraussichtlich im Frühjahr 2027.

Was ändert sich?

  • Die Stadt richtet eine Fahrradstraße mit Freigabe für den Kfz-Verkehr ein. Radfahrende dürfen nebeneinander fahren, Autofahrende müssen sich dem Tempo anpassen. Für alle gilt ein Tempolimit von 30 km/h.
  • Die Fahrgasse wird rot eingefärbt. Sie wird durch eine fortlaufende weiße Linie und eine unterbrochene grüne Begleitlinie begrenzt – ein wiederkehrendes Gestaltungsmerkmal der Velorouten.
  • Zu den baulich angelegten Stellplätzen markiert das Tiefbauamt einen Sicherheitstrennstreifen von mindestens 0,75 Metern. Um die Sicherheit der Radfahrenden zu gewährleisten, werden öffentliche Parkplätze, die aktuell noch schräg angeordnet sind, in Längsparkplätze umgewandelt. Hintergrund ist die Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung.
  • Da die Fahrbahn größtenteils eine Breite von mehr als 5,50 Meter aufweist, werden die beiden Fahrstreifen baulich getrennt. So soll ein zu schnelles Fahren und Überholen erschwert werden. Dazu bringt das Tiefbauamt im Mittelbereich der Fahrbahn einen Streifen in Pflasteroptik auf. Er wird je nach Fahrstreifenbreite variieren – die Belange des (Schul-)Busverkehrs haben die Planer berücksichtigt.
  • Die Rechts-vor-Links-Regelung wird aufgehoben, damit Radfahrende im Verlauf der Veloroute Vorfahrt haben.
  • Auf der Fahrbahn darf nicht mehr geparkt werden.
  • Um Anlieferungen (z.B. auch zu den Depotcontainern der EDG) zu ermöglichen, werden im südlichen Bereich sowie nördlich der Phönixstraße insgesamt drei Ladebereiche für die Zeit von 8 bis 20 Uhr eingerichtet. Zwischen 20 und 8 Uhr können diese als Parkplätze genutzt werden.
  • Das Tiefbauamt baut neun neue Fahrradbügel ein. Zusätzlich montiert es rund 30 Absperrbügel längs der Fahrradstraße, um Gehwege von Falschparkern freizuhalten.
  • An der Kreuzung Burgunderstraße / Am Oelpfad / Am Bruchheck richtet das Tiefbauamt in der nördlichen und südlichen Zufahrt jeweils einen aufgeweiteten Radaufstellstreifen zum sicheren Abbiegen ein. Für den Kfz-Verkehr entfällt jeweils der separate Linksabbiegestreifen. Die Steuerung der Ampel wird entsprechend angepasst.

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