„Was macht der Zoo Dortmund im Artenschutz?“

Unter dem Titel „Was macht der Zoo Dortmund im Artenschutz?“ führen die Zoolotsen Sarah Rettschlag und Kevin Roolf gemeinsam mit Artenschutzkoordinator und Kommunikationsmanager
Marcel Stawinoga durch den Abend.

Mehrere kurze Vorträge erklären, wie Fachleute den Zustand einer Tierart bewerten und welche Bedeutung die Rote Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) dabei hat. Außerdem zeigen die Referierenden, wie Zoos Tiere sowohl in ihrer natürlichen Heimat als auch in menschlicher Obhut schützen und warum beide Wege für den Erhalt vieler Arten wichtig sind.Hilfe für Tiere auf der ganzen Welt
Der Zoo Dortmund setzt sich nicht nur für bedrohte Tiere im Zoo ein. Er unterstützt auch viele Projekte in verschiedenen Ländern. Beim Artenschutz-Abend lernen die Gäste unter anderem den Einsatz für Plumploris in Süd- und Südostasien kennen. Außerdem stellt das Team die Zusammenarbeit mit dem brasilianischen Instituto Tamanduá sowie Projekte der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) und der Stiftung Artenschutz vor.

Viele dieser Vorhaben erhalten Unterstützung durch den Artenschutz-Euro. Besucherinnen und Besucher können diesen freiwilligen Beitrag beim Kauf ihrer Eintrittskarte spenden. So fließt jede Spende direkt in den Schutz bedrohter Tierarten.

Der Vietnamfasan kehrt Schritt für Schritt zurück
Ein besonders beeindruckendes Beispiel für die Artenschutz-Arbeit ist der Vietnamfasan, den auch der Zoo Dortmund hält. Die Art lebt vermutlich nicht mehr frei in der Natur. Zoos und engagierte Privathalter*innen konnten sie jedoch über viele Jahre erhalten. Bereits 1970 entstand auf Initiative der World Pheasant Association ein internationales Zuchtbuch. Dadurch gelang eine enge Zusammenarbeit bei der Zucht.

Heute bringen Fachleute wieder Vietnamfasane in ihre ursprüngliche Heimat zurück. Dort bereiten sie die Tiere auf ein Leben in der Natur vor. Auch der Zoo Dortmund beteiligt sich an diesem Erfolg und stellt das Projekt beim Artenschutz-Abend vor.

Einsatz für Plumploris in Bangladesch
Ein weiterer Schwerpunkt des Abends widmet sich dem Schutz der Plumploris. Der im Zoo Dortmund ansässige Verein Plumploris e. V. betreibt mit Unterstützung des Zoos zwei Rehabilitationsstationen in Bangladesch.

Dort finden Tiere aus illegaler Haltung oder verwaiste Jungtiere ein sicheres Zuhause. Fachleute versorgen sie medizinisch, pflegen sie gesund und bereiten sie auf die Rückkehr in die Natur vor. Nach der Auswilderung tragen die Tiere kleine Senderhalsbänder. So können Forschende ihren Weg verfolgen und wichtige Erkenntnisse über ihr Verhalten und ihre Überlebenschancen gewinnen.

Informationen und Gespräche in entspannter Atmosphäre
Der Artenschutz-Abend verbindet spannende Informationen mit persönlichen Gesprächen. Besucher*innen erhalten viele Einblicke in die Arbeit des Zoo Dortmund und können ihre Fragen in entspannter Atmosphäre stellen und mit den Referierenden ins Gespräch kommen.

Getränke und Speisen bietet das Restaurant während der Veranstaltung an. Die Kosten tragen die Gäste selbst. Der Zoo Dortmund freut sich auf viele interessierte Gäste und auf einen informativen Abend rund um den weltweiten Schutz bedrohter Tierarten.