PM: Hitzeschutz muss im Ernstfall funktionieren

SPD-Ratsfraktion fordert konsequente Umsetzung des Hitzeaktionsplans

An  heißen  Tagen  wie  diesen  müssen  sich  insbesondere ältere Menschen,
Kinder,  Menschen  mit Vorerkrankungen und pflegebedürftige Personen darauf
verlassen  können,  dass  die  Stadt  sie  wirksam vor den gesundheitlichen
Folgen   extremer   Hitze   schützt.   Dafür  gibt  es  in  Dortmund  einen
Hitzeaktionsplan.  Entscheidend  ist  jedoch,  dass  die darin vorgesehenen
Maßnahmen im Ernstfall auch umgesetzt werden.Aus  diesem Grund hatte die SPD-Ratsfraktion Dortmund in der Ratssitzung am
9.  Juli  eine  dringliche  Bitte um Stellungnahme an den Oberbürgermeister
eingebracht.  Darin  fragt  sie  nach, welche konkreten Maßnahmen die Stadt
während  der Hitzewellen im Juni ergriffen hatte und wie Bevölkerungsschutz
und Krisenmanagement koordiniert wurden.

„Der  Hitzeaktionsplan  ist  eine  wichtige Grundlage. Wir haben jedoch den
Eindruck gewonnen, dass die kurzfristigen Maßnahmen während der Hitzewellen
im Juni nicht in dem Umfang umgesetzt wurden, wie es der Plan vorsieht. Das
wollen    wir   aufklären“,   erklärt   Daniela   Worth,   Sprecherin   der
SPD-Ratsfraktion im Ausschuss für Soziales, Arbeit und Gesundheit.

Der  Dortmunder  Hitzeaktionsplan  umfasst die Information der Bevölkerung,
kurzfristige   Maßnahmen   vor   und   während   akuter  Hitzewellen  sowie
langfristige  Anpassungen  wie  mehr Stadtgrün, Trinkbrunnen, Wasserflächen
und  Entsiegelung.  Ein  Teil  dieser  Maßnahmen wird bereits umgesetzt und
regelmäßig  weiterentwickelt.  Aus  Sicht  der  SPD-Fraktion besteht jedoch
erhöhter  Nachholbedarf  bei  den  kurzfristigen  Schutzmaßnahmen,  die  im
Ernstfall zentral koordiniert und verlässlich aktiviert werden müssen.

Mit  ihrer  Anfrage  will die Fraktion unter anderem erfahren, welche Rolle
das  Kommunale  Lagezentrum,  die  Arbeitsgruppe Bevölkerungsschutz und das
Krisenmanagement   während   der  Hitzewellen  gespielt  haben  und  welche
Konsequenzen die Verwaltung für den weiteren Sommer zieht.

Die  SPD-Ratsfraktion kündigt zudem an, weiterhin auf die Umsetzung bereits
beschlossener Maßnahmen wie Trinkbrunnen, Verschattungselemente und Cooling
Center zu drängen. Darüber hinaus sollen weitere Schutzangebote, etwa kühle
Aufenthaltsorte während tropischer Nächte, geprüft werden.

„Hitzewellen  werden  künftig  häufiger  und  intensiver auftreten. Deshalb
müssen   wir   sicherstellen,   dass  unsere  Schutzkonzepte  im  Ernstfall
zuverlässig   greifen.   Gerade  die  Menschen,  die  Hitze  gesundheitlich
besonders  belastet,  müssen  sich  darauf verlassen können, dass die Stadt
vorbereitet  ist“,  ergänzt Sebastian Kieninger, umweltpolitischer Sprecher
der SPD-Fraktion Dortmund.

Quelle: SPD – Ratsfraktion