NRW-Stiftung fördert neues Projekt des Heimatvereins Mengede

Entwicklung eines digital unterstützten Rundgangs durch den Stadtbezirk

Von Diethelm Textoris

Aktives Vereinsleben und die Realisierung neuer kreativer Ideen zeichnet den Heimatverein Mengede aus. Da gibt es das monatliche kommunikative „Auf ein Pils“ im Heimathaus, den Stammtisch mit interessanten Themen und sachkundigen Referenten, das Klöncafé, exklusiv für Frauen, Wanderungen und Radtouren, Musik- und sonstige kulturelle Veranstaltungen, Herausgabe der Heimatblätter, um nur einige Beispiele zu nennen.

Dr. Stefan Ast (2.v.l.) überreichte dem Vorstand des Heimatvereins den Förderbescheid von 20.000 €.

Ein Leuchtturmprojekt der jüngsten Zeit war die virtuelle Rekonstruktion des Hauses Mengede, die die historische Wasserburganlage zu neuem Leben erweckt und das nicht mehr existierende Gebäude wieder begehbar gemacht hat. 

Als Ergänzung des letztgenannten Projekts und der seit Jahren existierenden QR-Code-Schilder an historischen Gebäuden und geschichtsträchtigen Orten steht jetzt ein neues Vorhaben an.
Entwickelt werden soll ein digital unterstützter Rundgang durch den Stadtbezirk, der sowohl Mengeder Bürgern als auch Besuchern neben Informationen auch visuelle Eindrücke vermittelt. Das geschieht mit einer Web-App und der sogenannten Virtual-Reality-Technik. Partner des Heimatvereins und Projektentwickler ist, wie schon bei der Visualisierung von Haus Mengede, Digital Spezialist Dr. Benjamin Weber und sein Team
von XRbitgUG, einer gemeinnützigen Unternehmer-Gesellschaft, deren Ziel die Lösung pädagogischer Aufgaben im weitesten Sinne ist.

Ein so aufwendiges Projekt muss natürlich auch finanziert werden, und zwar in einem Volumen, das weit über die Finanzkraft des Heimatvereins hinausgeht. Dem Vorsitzenden Hans-Ulrich Peuser ist es in den vergangenen Wochen gelungen, Unterstützer und Sponsoren von der Projektidee zu überzeugen und ins Boot zu holen. In diesen Tagen konnte eine der letzten Finanzierungslücken geschlossen werden. Am Donnerstag(27.8) überreichte Dr. Stefan Ast, Geschäftsführer der NRW-Stiftung, die sich die Erschließung der Landschaft, der Natur- und Kulturgüter in NRW für die Menschen zum Ziel gesetzt hat, einen Förderbescheid von 20.000 € an den Vereinsvorstand.

Dabei stellte dieser die Bedeutung des Projektes heraus: „Geschichte wird besonders anschaulich, wenn man sie direkt vor Ort entdecken kann. Mit den neuen digitalen Angeboten schaffen wir einen einfachen und modernen Zugang zur Geschichte Mengedes und sprechen dabei Menschen unterschiedlichen Alters an.“  Hans-Ulrich Peuser schloss sich den Ausführungen an und ergänzte: „Hier schaffen wir eine Klammer von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft und eine ebensolche zwischen den Generationen.“