Tagesausflug nach Detmold
Von Cawi Schmälter
Für die Seniorinnen und Senioren im TV Mengede hat es schon eine Tradition: Der jährliche Busausflug in die nähere aber auch weitere Umgebung ihres Heimatortes darf nicht fehlen.
Dank des rührigen Engagements von Jutta Sperrmann, der Sprecherin ihres Seniorenbeirats, werden immer wieder Ziele gefunden, die es sich lohnen, besucht zu werden. In diesem Jahr gings nach Detmold, der mit 75.000 Einwohnern größten Stadt im Regierungsbezirk Ostwestfalen Lippe.

Schwerpunkt der Tagesreise war natürlich eine Wanderung durch eines der flächenmäßig größten Freilichtmuseen Deutschlands, wobei allen, die sich den ausgedehnten Spaziergang durch das leicht hügelige Gelände nicht zutrauten, eine Rundfahrt mit von Kaltblütern gezogenen Planwagen angeboten wurden. 
Kern der auf dem 99 Hektar großen Freigelände aufgebauten Häuser sind Gebäude aus den vergangenen Jahrhunderten, die an ihren ursprünglichen Standorten abgebaut und im Museumsareal wieder in ihrer Originalfassung aufgestellt und mit vormals gebräuchlichen Handwerkgeräten oder damals üblicher Möblierung ausgestattet wurden.
Und hier reihten sich repräsentative Hallenhäuser mit primitiven und armseligen Holzverschlägen. Sogar ein Armenhaus durfte nicht fehlen.

Unwillkürlich kam beim Rundgang der Gedanke an die mit Verve betriebenen AFD-Forderungen nach Rückkehr auf die deutsche Lebensart: Auf der einen Seite eine überquellende Präsentation von Reichtum und Überfluss, wo sogar (siehe Foto) die zum Trocknen aufgehängten Mettwürste vom „Gekreuzigten“ beaufsichtigt wurde – auf der anderen Seite bittere Armut, wo im Vergleich mit dem Armenhaus sogar ein heutiger Knastaufenthalt paradiesische Wirkung erzeugen könnte.

Nach den vielen gesammelten Eindrücken trafen sich die TVM-Senioren schließlich zu einem wohlschmeckenden Mittagsbuffet im auf dem Museumsgelände befindlichen Gasthaus „Im weißen Ross“, ehe sie sich aufmachten, der City Detmolds einen Besuch abzustatten.
Sie erwartete hier eine lebendige Innenstadt mit vielen anspruchsvollen Geschäften und einer außergewöhnlichen Außengastronomie, während eine Besichtigung des Fürstlichen Residenzschlosses aus Zeitgründen nicht möglich war, aber auch wegen dessen äußerem Erscheinungsbild weniger Beachtung erzeugte. 
Wie in jedem Jahr hatte Jutta Sperrmann für den Ausflug einen Bus des Reiseunternehmens Frecker gebucht. Die Kompetenz des Fahrers, seine Freundlichkeit und Pünktlichkeit bestätigte einmal mehr die Richtigkeit ihrer Auswahl. Das über den ganzen Tag genossene schöne Wetter sorgte zudem für einen Erlebniswert, der den Teilnehmer/innen noch lange in Erinnerung bleiben wird.