PM : GRÜNE & Volt

SPD und CDU gefährden Dortmunder Tierschutz

Die Weiterfinanzierung der ehrenamtlichen Tierschutzbeauftragten der Stadt Dortmund für das Jahr 2027 ist vorerst nicht gesichert. Ein gemeinsamer Antrag von GRÜNE & Volt sowie Die Linke & Tierschutzpartei fand im zuständigen Ausschuss keine Mehrheit. SPD und CDU lehnten den Antrag ab.GRÜNE & Volt und LINKE & Tierschutzpartei hatten beantragt, die Verwaltung aufzufordern, rechtzeitig im November eine Vorlage zur erneuten Bestellung der ehrenamtlichen Tierschutzbeauftragten zur Entscheidung vorzulegen. Gleichzeitig sollten für die Aufwandsentschädigung und mögliche Sachausgaben auch ab 2027 wie bisher insgesamt 15.000 Euro zur Verfügung stehen. Eine Ausweitung der bisherigen Mittel war damit ausdrücklich nicht verbunden.

Durch die Ablehnung ist eine kontinuierliche Fortsetzung der Arbeit der Tierschutzbeauftragten zunächst nicht gewährleistet. Ob sich im Rahmen der anstehenden Haushaltsberatungen doch noch eine Mehrheit für die weitere Finanzierung findet, ist derzeit offen. Damit geraten Strukturen und Netzwerke in Gefahr, die in den vergangenen Jahren erfolgreich aufgebaut wurden.

„Die Tierschutzbeauftragte hat gezeigt, wie viel mit vergleichsweise geringen Mitteln für den Tierschutz in unserer Stadt erreicht werden kann. Sie hat Menschen und Organisationen zusammengebracht, Themen vorangetrieben und dem Tierschutz gegenüber Politik und Verwaltung eine unabhängige Stimme gegeben. Dieses Engagement jetzt zu unterbrechen und die aufgebauten Strukturen aufs Spiel zu setzen, halten wir für die falsche politische Prioritätensetzung“, erklärt Anja Hornich, Ratsmitglied von GRÜNE & Volt.

 Zu den Ergebnissen der vergangenen Jahre gehören unter anderem der Runde Tisch Tierschutz und der Dortmunder Tierschutzpreis. Darüber hinaus hat die Tierschutzbeauftragte den Austausch zwischen Tierschützer*innen gestärkt und Themen wie Hundeschulungen und das Taubenschutzkonzept begleitet sowie den Austausch mit den Bezirksvertretungen vorangetrieben. Aus Sicht von GRÜNE & Volt steht der vergleichsweise geringe Mitteleinsatz von jährlich 15.000 Euro in einem sehr guten Verhältnis zum Nutzen für die Stadt. Die Tierschutzbeauftragte hat sich als Ansprechpartnerin und unabhängige Stimme für den Tierschutz bewährt.

„Wenn Dortmund nicht einmal mehr bereit wäre, diese ehrenamtliche Arbeit für den Tierschutz abzusichern, wäre das ein fatales Signal und ein erheblicher Reputationsverlust für unsere Stadt. Bestehende Strukturen sind schnell zerschlagen, lassen sich später aber nur mühsam wieder aufbauen“, so Hornich.

GRÜNE & Volt werden sich deshalb in den anstehenden Haushaltsberatungen weiter dafür einsetzen, die Finanzierung zu sichern und eine kontinuierliche Fortsetzung der Arbeit der Tierschutzbeauftragten zu ermöglichen.