Asphaltierung verbessert Fahrkomfort auf Emscher-Weg deutlich

Oberbürgermeister Alexander Kalouti überzeugt sich vor Ort von den bereits fertiggestellten Abschnitten

Gemeinsam mit der Stadt Dortmund verbessert die Emschergenossenschaft den Fahrkomfort auf dem Emscher-Weg im Stadtgebiet. Auf einer Länge von rund elf Kilometern wird der Weg asphaltiert, darüber hinaus werden Lücken in der Wegeführung geschlossen.

Asphaltierung des Emscher-Weges
© Stadt Dortmund / Leopold Achilles

Ganz aktuell hat die Emschergenossenschaft den zirka 3500 Meter langen Abschnitt zwischen den Stadtteilen Schönau und Huckarde (vom Emscherpfad im Süden bis zur Franziusstraße im Norden) weitestgehend fertiggestellt – der Weg wird nach kleineren Restarbeiten Mitte November wieder freigegeben. Darüber hinaus arbeitet die Emschergenossenschaft zurzeit an der Asphaltierung eines rund 5000 Meter langen Abschnitts von der Stadtgrenze zu Holzwickede bis kurz vor dem Phoenix See in Dortmund-Hörde. Weitere Asphaltierungen entstehen ab der kommenden Woche auf rund 550 Metern im Bereich der Schnettkerbrücke zwischen Palmweide und Emscherpfad sowie voraussichtlich später in diesem Jahr auf 2100 Metern Länge am Deusenberg. Einen eigenen Eindruck vom Fortschritt der Arbeiten und den ersten fertiggestellten Abschnitten verschaffte sich kürzlich Oberbürgermeister Alexander Kalouti vor Ort im Bereich der Huckarder Straße.

Der Emscher-Weg ist ein rund 100 Kilometer langer Radwanderweg der Emschergenossenschaft, der mitten durch das Ruhrgebiet führt. Er verläuft von der Quelle der Emscher in Holzwickede bis zur Mündung in den Rhein bei Dinslaken und Voerde meist parallel zur Emscher und somit auch durch Dortmund.

„Auf Dortmunder Stadtgebiet ist die Emscher nahezu vollständig renaturiert. Diese neue blaugrüne Infrastruktur wollen die Bürgerinnen und Bürger nicht nur erleben, sondern im wahrsten Sinne auch erfahren. Die Asphaltierung des Emscher-Weges steigert den Fahrkomfort und reduziert gleichzeitig den Pflegeaufwand – ein Gewinn für alle Seiten, vor allem für die Radfahrerinnen und Radfahrer“, sagt Oberbürgermeister Alexander Kalouti.

„Unsere wasserwirtschaftlichen Maßnahmen gehen immer auch mit einer Verbesserung der Erlebbarkeit der neuen blaugrünen Gewässerlandschaften in der Emscher-Region einher. Mit dem Ausbau unserer Radwege-Infrastruktur leisten wir darüber hinaus einen Beitrag zur Förderung der Nahmobilität und des Klimaschutzes“, sagt Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft.

Aktuelle Arbeiten
Mit der aktuell weitestgehend fertiggestellten Asphaltierung des Emscher-Weges auf einer Länge von rund 3500 Metern zwischen Huckarde und Schönau verbessern die Emschergenossenschaft und die Stadt Dortmund den sogenannten Abrollkomfort für die Nutzer*innen erheblich. Die Wegeoberfläche wird mit einer hellen Oberflächen-Absplittung versehen – das verleiht dem Weg ein natürliches Erscheinungsbild und ist insbesondere für Tiere ökologisch wertvoll, da sich der Weg im Sommer nicht so aufheizt wie bei einer herkömmlichen Schwarzdecke. Asphalt als Wegeoberfläche bedeutet darüber hinaus einen deutlich geringeren Unterhaltungsaufwand als wassergebundene Wegedecken. Das Niederschlagswasser kann derweil über einen Seitenstreifen neben dem Weg direkt ins Grundwasser versickern.

Neuer Wegeabschnitt im Hansa-Brückenzug
Neben der Asphaltierung schließen die Emschergenossenschaft und die Stadt Dortmund aktuell auch eine Lücke in der bisherigen Wegeführung des Emscher-Weges. Mit der Herstellung des neuen Wegeabschnittes im Hansa-Brückenzug soll in Huckarde ein neues Teilstück entlang der Emscher die Franz-Schlüter-Straße mit der Franziusstraße verbinden. So erhält der Rad- und Fußverkehr eine eigene Trasse und umgeht den Kreuzungsbereich mit der Westfaliastraße. Dieser wichtige Baustein bietet aufgrund der entkoppelten Wegeführung mehr Sicherheit für die Radfahrenden – und eine bessere Erleb- und Erfahrbarkeit der teilweise historischen Brücken sowie der renaturierten Emscher.

Komplett fertiggestellt werden die Maßnahmen im Hansa-Brückenzug sowie zwischen Huckarde und Schönau gegen Ende des Jahres. Die Arbeiten im Bereich Aplerbeck, Schüren und Hörde sollen – wenn das Wetter mitspielt – ebenfalls noch im Herbst abgeschlossen sein. Der neue Wegeabschnitt im Hansa-Brückenzug wird aufgrund von Bauarbeiten der Deutschen Bahn jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt freigegeben werden können.

Auf der gesamten Strecke des Emscher-Weges zwischen Holzwickede und Dinslaken investiert die Emschergenossenschaft rund 3,6 Millionen Euro in die Asphaltierung des Emscher-Weges. In das Teilstück zwischen Huckarde und Schönau inklusive des Lückenschlusses im Hansa-Brückenzug werden rund 2,2 Millionen Euro investiert. Für diesen Bereich werden die Kosten zu 80 Prozent aus dem Programm „Stadt & Land“ getragen – damit fördert das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) Investitionen für den Radverkehr. Den verbleibenden Eigenanteil von 20 Prozent übernehmen die Stadt Dortmund und die Emschergenossenschaft.

Emschergenossenschaft
Am 14. Dezember 1899 als erster deutscher Wasserwirtschaftsverband gegründet, ist die Emschergenossenschaft heute gemeinsam mit dem 1926 gegründeten Lippeverband Deutschlands größter Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken. Die Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Unternehmens sind die Abwasserentsorgung, der Hochwasserschutz sowie die Klimafolgenanpassung. Ihr bekanntestes Projekt ist der Emscher-Umbau (1992-2021), bei dem die Emschergenossenschaft im Herzen des Ruhrgebietes eine moderne Abwasserinfrastruktur baute. Dafür wurden 436 Kilometer an neuen unterirdischen Abwasserkanälen verlegt und vier Großkläranlagen gebaut. Rund 340 Kilometer an Gewässern werden insgesamt renaturiert. Parallel entstanden in enger Kooperation mit den kommunalen Partnern über 360 Kilometer an Rad- und Fußwegen, die das neue blaugrüne Leben an der Emscher und ihren Nebenläufen erleb- und erfahrbar machen. www.eglv.de