Der Pott kocht

Zweite irische Folkparty verspricht nicht nur musikalische Leckerbissen

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Am morgigen Samstag (10.10.) findet im Kulturzentrum Saalbau die 2. Mengeder Irish Folk Party statt. Diesmal mit der im heimischen Raum sehr populären Band „Empty Barrels“. Wobei Nomen nicht gleich Omen ist, denn die Fässer bzw. Dosen sind für die Veranstaltung gut gefüllt und warten auf die durstigen Mengeder Kehlen.

Gazmend Shabani bei der Vorbereitung des „Irish Stew“.

Doch die Veranstalter haben auch an das weitere leibliche Wohl gedacht. Gazmend Shabani vom Eiscafé Dolomiti wird zeigen, dass er nicht nur geschmackvolles Eis zubereiten kann. Unterstützt von fleißigen Helfern des Kulturvereins wird er als leckere Spezialität „Irish Stew“ anbieten. Dafür werden 20 kg Fleisch, 20 kg Karotten, 20 Stangen Porree und 4 kg Zwiebeln verarbeitet und mehrere Stunden sanft geköchelt, bis das Fleisch butterzart ist. Am Ende werden dann 150 Portionen des traditionellen irischen Eintopfs entstanden. Jetzt hoffen die Veranstalter, dass die Gäste nicht nur gehörigen Durst, sondern auch einen guten Appetit mitbringen. Übrigens, wer sich spontan für einen Besuch der Veranstaltung entscheidet, kommt zu spät. Das beliebte Event ist seit Wochen ausverkauft.

Einlass: 18.30 Uhr Beginn: 19.30 Uhr

Bild und Text: Diethelm Textoris      

Mit Käpt’n Kalle auf großer Fahrt

Vom Mengeder Heimathaus zu den Seehafenstädten
Emden und Wilhelmshaven

„Nimm mich mit Kapitän auf die Reise“. An dieses Lied von Fritz Graßhoff und Norbert Schultze fühlten sich die Stammtischgäste des Heimatvereins am vergangenen Mittwoch (7.10.) erinnert. Karl-Heinz Czierpka, bekannt unter dem Namen Käpt’n Kalle, nahm als Referent sein Publikum mit auf eine unterhaltsame Reise über den Dortmund-Ems-Kanal, die Ems und den Ems-Jade-Kanal zur Deutschen Nordseeküste. Immer haarscharf manövriert zwischen Information, persönlichem Engagement  und humoristischer Beigabe und immer mit einer Handbreit Wasser unterm Kiel.

Mehr als 30 Interessierte hatten sich im Heimathaus eingefunden, um dem Vortrag von Käpt’n Kalle zu hören.

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Oktoberfest im Seniorenpark Mengede

Sonne, Musik und bayerische Schmankerl

Von Natalia Krakau

O’zapft is! Am 7. Oktober wurde im Seniorenpark Mengede zünftig Oktoberfest gefeiert – und alles lief genau so, wie wir es uns gewünscht hatten. Das Wetter zeigte sich von seiner allerbesten Seite: Bei strahlendem Sonnenschein und fast schon sommerlichen Temperaturen konnten wir unser Fest draußen genießen.

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Schnadegang lockte auch in diesem Jahr wieder viele „Grenzgänger“

Humorvoller Grenzstreit: Wem gehört Ickern?

Von Diethelm Textroris

In früheren Zeiten wurden die Gemarkungsgrenzen bei regelmäßig stattfindenden Schnadegängen kontrolliert. Der Grenzverlauf wurde durch Beschneiden von Hecken und Sträuchern begehbar und sichtbar gemacht. Die Grenzsteine wurden untersucht, ob sie noch an ihrem richtigen Platz waren oder ob ein Nachbar sie zu seinen Gunsten versetzt hatte. Obwohl seit dem Beginn der exakten Landvermessungen diese Grenzkontrollen überflüssig geworden sind, wird die alte Tradition gerade in Westfalen immer noch gepflegt.
Für Mengede hat der damalige Vorsitzende des Heimatvereins, Paul Gausepohl, den Brauch der jährlichen Schnadegänge wieder aufleben lassen. Auch wenn diese keine reinen Grenzbegehungen mehr sind,  so bieten sie jedes Jahr einen Anlass für eine Wanderung zur Erkundung der heimischen Umgebung, Möglichkeiten zu Kommunikation und Gedankenaustausch mit Bekannten, Nachbarn, Freunden oder auch fremden Menschen. So auch in diesem Jahr.

Start und Ziel waren das Heimathaus am Widum

So hatten sich auch in diesem Jahr am 3. Oktober wieder etwa 50 Teilnehmende am Heimathaus am Widum versammelt. Unter ihnen der 88-jährige Günter Heymer aus Bodelschwingh als ältester in der Runde. Auf dem Programm stand ein 9 Kilometer langer Rundweg über die Mengeder Heide nach Ickern und zurück zum Ausgangspunkt über die Emscherauen und den Birkenweg am Kommunalfriedhof. Der erste Info-Stop erfolgte bereits nach wenigen Metern am Bodendenkmal Haus Mengede. Hier informierte der Heimatvereinsvorsitzende Hans-Ulrich Peuser über die Umgestaltung und Aufwertung dieses Bereiches durch die Stadt Dortmund zu einem attraktiven Anziehungspunkt am beliebten Emscher-Radweg. Über die Siegenstraße und den Fußweg zur Rittershofer Straße erreichte die Gruppe die ehemalige Gaststätte Heideröschen.

Rast im Amphitheater.

Nachdem Diethelm Textoris über längst vergangene Zeiten dieser Traditionsgaststätte berichtete, Geschichten um das langjährige Wirte-Ehepaar Konrad und Agnes Jörissen erzählte und auch den letzten Inhaber Siggi Buschmann nicht unerwähnt ließ, wussten auch andere Teilnehmer von ihren Erlebnissen und Erfahrungen zu berichten. Über die Geschichte des jüdischen Friedhof an der Ecke Siegenstraße/Groppenbrucher informierte Franz-Heinrich Veuhoff: Nutzung des Geländes als Friedhof ab 1886, 1952 offiziell geschlossen. Eine Besonderheit ist auch, dass sieben der Grabstätten vom ehemaligen Friedhof Nette stammen, der 1959 im Zuge von Straßenbauarbeiten eingeebnet wurde. 

Am Ende der Seitenstraße ging es über die Grenze nach Castrop in den Wald in das dortige Naturschutzgebiet, kurz darauf nach rechts in Richtung Gröpper- oder Groppenbrucher Bach, der im Volksmund immer noch „Birk“ heißt. Hinter dem nächsten Abzweig war das Naturdenkmal „Alte Buche“ zu bestaunen, eine 100 bis 150 Jahre alte Rotbuche mit einem beträchtlichen Stammumfang. Vier Personen mit ausgestreckten Armen waren nötig, um sie einmal zu umfassen.
Am Agora Kulturzentrum in Ickern war Halbzeit und damit auch Zeit für eine wohlverdiente Pause. Zeit auch für das traditionelle Streitgespräch. Humorvoll stritt der Heimatvereinsvorsitzender Peuser mit Castrops Bürgermeister Rajko Kravanja über die Frage, ob der Ortsteil Ickern nach Mengede gehört, wozu er bis 1928 angegliedert war. Argumentativ schenkten sich die beiden Kontrahenten nichts, bis schließlich alles in Richtung Harmonie verlief, friedliche Koexistenz gepaart mit freundschaftlicher Verbundenheit. Inzwischen hatten die fleißigen Hände des Agora Zentrums den Grill angeworfen und versorgten die hungrigen Wanderer mit leckeren Bratwürsten, die bei reichhaltigem Getränkeangebot selbstverständlich nicht trocken heruntergewürgt werden mussten.

Der Rückweg führte vorbei an den Emscherauen, dem beeindruckenden Zeichen des ökologischen Wandels im Ruhrgebiet. Auf einen Fläche, die mit 33 Hektar größer als der Phönixsee ist, ist es hier gelungen, modernen Hochwasserschutz mit artenreichem Naturschutz und Naherholungsangeboten für die Bevölkerung zu verbinden. Letzter Haltepunkt war das Stationskreuz an der Rittershofer Straße. Bei den früher üblichen großen Fronleichnamsprozessionen war hier ein Altar für Andacht und Beten aufgebaut. Franz-Heinrich Veuhoff erinnerte die Schnadegänger an dieses Brauchtum, bevor diese entweder den Weg nach Hause oder den in Richtung Heimathaus am Widum zum gemütlichen Ausklang ansteuerten. Viel Lob gab es für die Organisatoren des Heimatverein für diese gelungene Veranstaltung.                    

Diethelm Textoris

10 Jahre „Karlchen – Modrichs erster Fall“

Thriller-Lesung „Karlchen“
am 08.10.2026 um 18:30 Uhr in der Bibliothek Mengede

Zehn Jahre ist es her, dass Thomas Matiszik mit Karlchen seinen Durchbruch feierte – ein Ruhrpottkrimi, der unter die Haut geht. Ein Serienmörder, der zu den Songs der Bee Gees tötet. Ein Ermittler, der an sich selbst zu scheitern droht. Und eine Geschichte, die so düster, direkt und ehrlich ist, dass sie bis heute nachhallt. Weiterlesen →

Feierabendmarkt in Mengede

Dritter Feierabendmarkt war erneut ein Erfolg
 Von Katrin Petri
Bei sonnigem Frühherbstwetter trafen sich wieder hunderte Besucher aller Generationen im Mengeder Amtshauspark. Der in diesem Jahr letzte Mengeder Feierabendmarkt lockte mit einem abwechslungsreichen Angebot aus Kulinarik, Kunsthandwerk, Mitmach- und Begegnungsangeboten, Schmuck, Pflegeprodukten und vielseitiger Livemusik.

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Mit dem Heimatverein Mengede unterwegs

Einladung zum traditionellen Schnadegang 

Von Diethelm Textoris

Der Countdown läuft. Am kommenden Samstag,  3.10. – Beginn um 10.00 Uhr, findet auf Einladung des Mengeder Heimatvereins wieder der jährliche Schnadegang statt. (wir berichteten) Er führt vom Heimathaus in die Mengeder Heide, vorbei am ehemaligen Heideröschen, dem jüdischen Friedhof und dem Naturdenkmal „Alte Buche“ zum AGORA Kulturzentrum in Ickern. Hier erwarten die Schnadegänger und -gängerinnen Grillwürste und kühle Getränke (gegen Bezahlung). Auch das traditionelle humorvolle Streitgespräch wird diesmal nicht fehlen.

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Eine Hommage an das Musikinstrument des Jahres 2026

Heider Spielgruppe begeisterte mit „Akkordeon-Facetten“

Von Diethelm Textoris

„Standing Ovations“ beim Zwischenapplaus und zum Schluss.

Man nennt es scherzhaft Zerrwanst, Heimatluftkompressor, Maurerklavier, Squeeze Box, Schweineorgel und Wanznpress, oder ein wenig respektvoller Schifferklavier, Bajan und Ziehharmonika. Gemeint ist das Akkordeon. Aktuell ist es das Instrument des Jahres 2026. Das nahm das im Stadtbezirk beheimatete und im Jahre 1978 gegründete Akkordeonorchester „Heider Spielgruppe“ zum Anlass, die Vielseitigkeit dieses „Chamäleons“ unter den Musikinstrumenten vorzuführen. So hieß das Konzert im Pädagogischen Zentrum des Heinrich-Heine-Gymnasiums am Sonntagnachmittag (20.9.) auch bezeichnenderweise „Akkordeon-Facetten“.

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