Immer wieder Stuttgart: eine kleine Protestgeschichte der
Schwabenmetropole
Peter Grohmann
der Freitag / Nr. 22 / vom 28.5.2020 / Seite 4
Wer fährt jetzt noch nach Stuttgart, jetzt, wo gebaut wird! Aber Momentle: Die Ankunft in Stuttgart war damals, als alles besser war (und schon damals war früher alles besser), etwas Besonderes: eine fast liebliche Einfahrt, wenn man den Zug genommen hätte. Freilich hatte die Bahn zu Hölderlins Zeiten nur Pferde aus dem Stutengarten – Hölderlin kam abgewrackt, und zu Fuß, und er schrieb 1826: „Herrlich steht sie und hält den Rebenstab und die Tanne / Hoch in die seligen purpurnen Wolken empor. / Sei uns hold! dem Gast und dem Sohn, o Fürstin der Heimat! / Glückliches Stuttgart, nimm freundlich den Fremdling mir auf!“
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