Internationale Spitzenensembles, große Stimmen und musikalische Entdeckungen im Reinoldihaus Dortmund
Vom Blues über Monteverdis Madrigale und italienischen Barock bis zu Purcells „Dido and Aeneas“ und Arvo Pärts „Kanon Pokajanen“: Die sechste KLANGVOKAL-Konzertsaison bietet vom 13. November 2026 bis zum 9. April 2027 fünf Programme mit einer außergewöhnlichen stilistischen Bandbreite. Mit Eric Bibb, Concerto Italiano, Les Accents, Vox Luminis und dem Lettischen Rundfunkchor sind Künstler*innen und Ensembles von Weltrang zu Gast.
Das Reinoldihaus Dortmund wird damit erneut zum Treffpunkt unterschiedlichster vokaler Welten – von amerikanischem Blues und italienischem Barock bis zu englischer Oper und der Musik Arvo Pärts.
Von Blues zu Monteverdi
Die Saison beginnt am 13. November mit einem Künstler, dessen Name seit Jahrzehnten eng mit dem amerikanischen Blues verbunden ist: Eric Bibb. Der dreifach für einen GRAMMY nominierte Musiker hat mehr als 40 Alben veröffentlicht und verbindet in seiner Musik die Tradition des Blues mit Folk, Soul und persönlichen, oft gesellschaftlich reflektierten Texten.
Am 27. November geht es vom Mississippi nach Italien: Rinaldo Alessandrini und sein Ensemble Concerto Italiano widmen sich Claudio Monteverdis „Drittem Madrigalbuch“. Alessandrini gehört seit über 40 Jahren zu den prägenden Dirigenten und Spezialisten der italienischen Musik des Frühbarock; mit Concerto Italiano hat er einen unverwechselbaren Interpretationsstil entwickelt, der die historische Aufführungspraxis maßgeblich geprägt hat. Monteverdis Madrigale erscheinen bei ihm nicht als historische Kostbarkeit, sondern als hochmoderne, spannungsreiche Musik voller dramatischer Energie.
Barocke Weihnachtsmusik mit bedeutenden Stimmen
Am 11. Dezember folgt mit „Heilige Nacht“ ein besonderes Weihnachtsprogramm mit selten zu hörender Musik des italienischen Barock. Das französische Barockensemble Les Accents unter der Leitung von Thibault Noally bringt Alessandro Scarlattis erst vor Kurzem wiederentdeckte Cantata da recitarsi la Notte del ss.mo Natale sowie Arcangelo Corellisberühmtes Weihnachtskonzert nach Dortmund.
Mit diesem Programm ist Les Accents auf renommierten europäischen Bühnen zu erleben – drei Tage zuvor auf Einladung der Berliner Philharmoniker in Berlin, wenige Tage später am Théâtre des Champs-Élysées in Paris. Die Solopartien übernehmen der Brasilianer Bruno de Sá (Sopran), die Italienerin Cecilia Molinari (Mezzosopran) und die Kanadierin Marie-Nicole Lemieux (Kontraalt) – drei international herausragende Stimmen, die Scarlattis Weihnachtsmusik zwischen historischer Klangpraxis, vokaler Virtuosität und dramatischer Ausdruckskraft zum Leuchten bringen.
Zwischen Bühne und Gemeinschaft: das Dortmunder Weihnachtssingen
Kurz vor Weihnachten wird auf dem Hansaplatz wieder gemeinsam gesungen: Beim 16. Dortmunder Weihnachtssingen am 23. Dezember sind wieder alle eingeladen, gemeinsam mit mehreren Chören unter dem großen Weihnachtsbaum zu singen. Jingle Bells, Stille Nacht und weitere Weihnachtsklassiker gehören ebenso dazu wie der gute Zweck: Mit dem Verkauf von. Wunderkerzen wird die Arbeit von Kinderlachen e. V. unterstützt.
Purcells „Dido and Aeneas“: Barockoper mit Vox Luminis
Mit Vox Luminis kehrt am 6. Februar 2027 eines der führenden Vokalensembles der historischen Aufführungspraxis nach Dortmund zurück. Unter der Leitung von Lionel Meunier steht Henry Purcells „Dido and Aeneas“, ein Schlüsselwerk der englischen Barockoper, auf dem Programm. Für KLANGVOKAL ist die Rückkehr zugleich ein Wiedersehen mit dem belgischen Spitzensemble, das für seine vokale Präzision, klangliche Transparenz und stilistische Souveränität gefeiert wird.
Vox Luminis ist weltweit auf den großen Bühnen und bei bedeutenden Festivals zu Hause – von Europa und Nordamerika bis nach Australien. Zu den renommierten Spielstätten zählen unter anderem die Philharmonie Berlin, die Elbphilharmonie Hamburg, die Wigmore Hall London, das Concertgebouw Amsterdam und das Lincoln Center New York. 2027 gastiert das Ensemble zudem in Melbourne und Sydney.
Arvo Pärt zum Abschluss: Klang zwischen Stille und Transzendenz
Den Schlusspunkt der Konzertsaison setzt am 9. April 2027 der Lettische Rundfunkchor unter der Leitung von Kaspars Putniņš mit Arvo Pärts „Kanon Pokajanen“. Der international renommierte Chor gastiert regelmäßig in den großen Konzertsälen Europas und bei bedeutenden Festivals – darunter das Concertgebouw Amsterdam, die Elbphilharmonie, die BBC Proms und die Salzburger Festspiele. Für seine Aufnahme von Pärts „Adam’s Lament“ erhielt der Chor einen GRAMMY Award.
Mit „Kanon Pokajanen“ gelangt eine der eindringlichsten Kompositionen Pärts zur Aufführung: Das 1997 entstandene a-cappella-Werk basiert auf dem orthodoxen Bußkanon und lebt von der Konzentration auf Stimme, Sprache und Stille.
Fünf Konzerte, fünf Welten:
Die 6. KLANGVOKAL-Konzertsaison führt von Blues und Monteverdis Madrigalen über Barockmusik und Oper bis zur zeitgenössischen Chormusik – mit internationalen Künstler*innen und Ensembles, die auf den großen Bühnen Europas zu Hause sind.
Weitere Informationen und Tickets sind über das Festival-Büro erhältlich.
Kontakt: KLANGVOKAL Festivalbüro
0231- 50 29996
ticket@klangvokal.de
www.klangvokal-dortmund.de




Von Peter Grohmann

