InfrastrukturSchutz

Von Mario Lars

Jennifer Beck (links) und Katharina Rudolphi stecken hinter dem Podcast „Gesund & bunter“ des Gesundheitsamts.
© Stadt Dortmund / Michael Schneider
Unter dem Leitgedanken „Deine Geschichte ist nicht zu Ende“ hat die Deutsche Akademie für Suizidprävention gemeinsam mit dem Nationalen Suizidpräventionsprogramm in diesem Jahr eine bundesweite Kampagne gestartet. Auch das Gesundheitsamt möchte dazu beitragen, das Thema aus der Tabuzone zu holen und Hilfen bekannter zu machen.
Sonderfolge des Podcasts „gesund&bunter“
Am 10. September erscheint eine Sonderfolge des Dortmunder Gesundheits-Podcasts „gesund&bunter“. Bereits ab Mittwoch, 9. September, um 11 Uhr können Interessierte die Folge bei Spotify und podcaster.de anhören. Sie bietet Informationen und Hinweise für alle, die selbst eine schwere Zeit erleben oder sich um einen anderen Menschen sorgen.
Zu Gast ist Lisa Mertin von [U25] Dortmund. Das kostenlose und vertrauliche Angebot unterstützt junge Menschen bis 25 Jahre, die sich in einer schweren Krise befinden oder Suizidgedanken haben.
In der Podcastfolge geht es unter anderem darum, wie wichtig es ist, aufmerksam hinzusehen und Sorgen anzusprechen. Gerade wenn ein Mensch sehr verzweifelt wirkt, kann ein offenes Gespräch ein wichtiger erster Schritt sein.
Über Suizidgedanken sprechen kann entlasten
Viele Menschen haben Angst, mit einer Frage nach Suizidgedanken etwas Falsches auszulösen. Diese Sorge ist unbegründet. Eine einfühlsame Frage kann vielmehr entlasten. Sie zeigt, dass jemand die Not wahrnimmt und bereit ist, zuzuhören.
Fragen nach Suizidgedanken bringen einen Menschen nicht erst auf den Gedanken, sich das Leben zu nehmen. Sie können vielmehr Raum schaffen, damit Betroffene über ihre Gefühle und ihre Verzweiflung sprechen können. Das kann helfen, gemeinsam nach einem nächsten Schritt und nach weiterer Unterstützung zu suchen.
Deshalb ermutigt das Gesundheitsamt dazu, nicht wegzusehen, wenn ein Mensch sich verändert, sich zurückzieht oder besonders verzweifelt wirkt. Zuhören, nachfragen und gemeinsam Hilfe suchen können viel bewirken.
Es gibt Hilfe – niemand muss allein bleiben
Jedes Jahr nehmen sich in Deutschland Tausende Menschen das Leben. Für Angehörige, Freund*innen und andere nahestehende Menschen bedeutet ein Suizid häufig großes Leid. Gleichzeitig zeigen Erfahrungen aus der Suizidprävention, dass sich Krisen verändern können und Hilfe einen entscheidenden Unterschied machen kann. Wer selbst unter schweren Sorgen leidet oder Gedanken hat, sich das Leben zu nehmen, muss damit nicht allein bleiben. Auch Menschen, die sich um eine andere Person sorgen, können sich Unterstützung holen.
In Dortmund gibt es verschiedene Anlaufstellen:
[U25] Dortmund: Das Angebot richtet sich an junge Menschen bis 25 Jahre in Krisen und bei Suizidgedanken. Die Beratung erfolgt kostenlos und vertraulich online unter u25-dortmund.de
TelefonSeelsorge: Die TelefonSeelsorge ist kostenlos, anonym und rund um die Uhr erreichbar. Hilfe gibt es unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 und 116 123. Auch eine Beratung über den Chat unter telefonseelsorge.desteht zur Verfügung
Wenn eine unmittelbare Gefahr besteht, hilft der Notruf 112.
Monatstreffen des Heimatverein Bodelschwingh und Westerfilde
Am Dienstag, 8. September 2026 um 19:00 Uhr
In der AWO-Begegnungsstätte in Dortmund-Westerfilde, Speckestrasse 19 Weiterlesen

Cartoon: Ari Plikat
Repair-Café und Näh-Café Nette
Am 11.09.2026 in der Zeit von 15.00 – 18.00 Uhr findet im Katholischen Gemeindehaus, Friedrich-Naumann- Straße 9, 44359 Dortmund das nächste Repair-Café in Nette statt. Alles, was ohne Hilfe Dritter und ohne Transportmittel getragen werden kann, wird beim Repair – Café in Augenschein genommen.
Eine Anmeldung der defekten Geräte erfolgt an dem oben genannten Termin in der Zeit von 15.00 -17.00 Uhr im Gemeindehaus. Weiterlesen
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Mit Wildblumen den Garten zum bunten Insektenparadies machen
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Wilde Blumenwiesen sind Lebensraum für viele Insekten I (c) pixabay/congerdesign
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Der Herbst zieht ein und damit beginnt eine gute Zeit, um den Garten naturnah winterfest zu machen und die Grundlagen für ein artenreiches Frühjahr zu legen. Wer sich im nächsten Jahr an einer prächtigen Wildblumenwiese erfreuen will, kann jetzt aussäen. „Der Herbst ist Pflanzzeit für Bäume, Hecken, Sträucher und Stauden. Aber auch Saatzeit. Der September ist besonders für mehrjährige Blumenmischungen vorteilhaft. Viele Wildpflanzen sind Kaltkeimer oder benötigen die herbstliche Feuchtigkeit, um im nächsten Jahr kräftig auszutreiben“, erklärt Corinna Hölzel, Garten-Expertin beim BUND. Gartenboden auf Wildblumen vorbereiten Wichtig ist, dass die Fläche während der ersten Wochen nach der Aussaat niemals ganz austrocknet. Wer im Hochsommer säen möchte, muss mit einem deutlich höheren Bewässerungsaufwand rechnen. „Die meisten Gartenbödensind für eine klassische Blumenwiese zu nährstoffreich. Auf diesem fettem Boden wachsen Gräser besonders schnell und verdrängen die lichthungrigen, oft zierlichen Wildblumen. Eine artenreiche Magerwiese benötigt hingegen einen nährstoffarmen Untergrund“, so Hölzel. Bereiten Sie deshalb den Boden schrittweise vor:
Aussaat der Blumenwiese Damit die Aussaat der Wildblumenwiese gelingt, muss das Saatgut direkten Kontakt zum Boden haben. Ein einfaches Ausstreuen auf eine bestehende Rasenfläche führt fast nie zum Erfolg, da die Grassoden den Keimlingen keine Chance lassen. So gehen Sie bei der Neuanlage der Blumenwiese vor:
Qualität des Saatguts entscheidend „Für eine dauerhaft erfolgreiche Blumenwiese ist die Wahl des Saatguts entscheidend. Im Naturgarten liegt der Fokus auf heimischen Wildpflanzen, die perfekt an die hiesigen Insekten angepasst sind. Viele dieser Arten, wie die Kornrade oder die Kornblume, sind in der freien Landschaft selten geworden und finden im Garten ein wichtiges Rückzugsgebiet“, so Hölzel. Regionales Saatgut und Bio-Saatgut von heimischen Blühwiesen-Pflanzen wird von zahlreichen Händlern mittlerweile angeboten. Einjährige Pflanzen und Stauden können auch nach dem Bauerngarten-Prinzip genutzt werden. Hier werden Nutz- und Zierpflanzen direkt kombiniert, um natürliche Synergien zu schaffen.
Mehr Informationen:
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist mit mehr als 676.000 Mitgliedern und Unterstützer*innen einer der größten Umweltverbände Deutschlands. Seit über 50 Jahren engagiert er sich unter anderem für eine ökologische Landwirtschaft, den Klimaschutz, den Schutz bedrohter Arten, des Waldes und des Wassers. Finanziert durch Spenden und Mitgliedsbeiträge ist der BUND unabhängig von Politik und Wirtschaft. Regelmäßig legt der BUND mit dem Jahresbericht seine Tätigkeiten und Finanzen offen. Transparenz verstehen wir als ein Zeichen des Respekts gegenüber allen, die uns unterstützen und unsere Unabhängigkeit sichern.Hrsg.: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V., Nicole Anton (v.i.S.d.P.), Kaiserin-Augusta-Allee 5, 10553 Berlin |