Künftige Nutzung des ehemaligen Knepper-Geländes

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SPD Stadtbezirk Mengede  lädt zur öffentlichen Informationsveranstaltung ein

Der Stadtbezirk Mengede der SPD lädt ein zur öffentlichen Informationsveranstaltung zum Thema

Entwicklung des Geländes des ehemaligen Kraftwerkes Knepper

Termin: 27.Februar ab 18.00 im Mengeder Saalbau

Im Einladungsflyer der Veranstalter heißt es:

Was wird aus der Fläche des früheren Kraftwerks Knepper zwischen Dortmund-Oestrich und Castrop-Rauxel? Das 2014 stillgelegte Kraftwerk mit einem rund 53 Hektar großen Gelände, wurde im November 2017 an die Hagedorn-Gruppe verkauft. Diese möchte das als Gewerbe- und Industriegebiet ausgewiesene Gelände nun aufbereiten und vermarkten. So ist zum Beispiel eine zukünftige Nutzung durch Logistikunternehmen und mittelständische Unternehmen möglich.

Welche Auswirkungen dies für den gesamten Stadtbezirk Mengede haben kann und welche konkreten Vorstellungen die Beteiligten zur Entwicklung des Geländes haben, darüber möchte die Mengeder SPD in dieser Veranstaltung informieren und diskutieren.

Als Gesprächspartner sind vorgesehen:

Rick Mädel
Unternehmensgruppe Hagedorn

Pascal Ledune
Wirtschaftsförderung Dortmund

Heinrich Finger
Bereichsleiter Städtebau Dortmund

Torsten Heymann
Mitglied der SPD Fraktion des Rates der Stadt Dortmund

Sandra Spitzner
Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Oestrich

🍀🍀🍀

Bisheriger Stand
Die Bezirksvertretung hatte sich seit der Stilllegung des Betriebes dafür eingesetzt (wie MENGEDE:InTakt! berichtete), dass hier auf keinen Fall erneut ein reiner Logistik-Schwerpunkt entsteht, denn davon gibt es in Mengede bereits reichlich.

Die neue Eigentümerin des ehemaligen Kraftwerksgeländes, die Gütersloher Firma Hagedorn, ist auf Altlastensanierung und Abbruch spezialisiert. Wenn das Grundstück freigeräumt ist, könnte es an andere Firmen verkauft werden. Deswegen gab es in der letzten Sitzung der BV auch besorgte Fragen zu den möglichen Auswirkungen der geplanten Abbrucharbeiten und des Abtransportes der anfallenden Materialien. (siehe MENGEDE:InTakt! vom 16.2.2017)

Es wurde in der BV-Sitzung zudem bekannt, dass am heutigen Mittwoch, 21. 2., vom Unternehmen Hagedorn eine Bürgerinformation  für ca. 200 geladene Anwohner durchgeführt wird, um über das geplante Vorgehen beim Rückbau zu berichten. Das wird zwar als begrüßenswert bezeichnet, aber da die Maßnahme nicht nur Belastungen der direkten Nachbarschaft mit sich bringen, sondern den gesamten Stadtbezirk betreffen, ist eine umfassende Information der Bürgerinnen und Bürger im gesamten Stadtbezirk erforderlich.

In diesem Zusammenhang fragt die Fraktion Bünis90/Die Grünen in der BV Mengede:

Wie lange werden die Arbeiten dauern?
Ist die Weiterverarbeitung des Bauschutts sowie anderer wiederverwertbarer Materialien direkt auf dem Abrissgelände geplant oder sollen die Stoffe an anderen Orten wieder verwertet, deponiert oder dekontaminiert werden?
Mit welchen umweltgefährdenden Stoffen ist zu rechnen? Wie soll während des Rückbaus mit gefährlichen Stoffen sowie anderem Material umgegangen werden?
Soll der Abtransport mittels Lkw oder Bahncontainer erfolgen?
Welche Routen kämen dazu in Frage?
Wird neben Fachpersonal auch Personal im Rahmen arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen eingesetzt?
Werden für die Hauptphase des Rückbaus Unterkünfte für Mitarbeiter benötigt oder errichtet?
Wird die Öffentlichkeit regelmäßig über den Verlauf unterrichtet?

Zum guten Schluss
Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat ein Veto gegen die Pläne der Städte Dortmund und Castrop-Rauxel eingelegt, die Fläche des Gewerbegebietes Knepper gemeinsam als „Regionalen Kooperationsstandort“zu entwickeln.
Dafür seien lediglich „formale Gründe“ ausschlaggebend gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Dortmund. Inhaltlich gebe es keine Meinungsverschiedenheiten zwischen den beteiligten Planungsbehörden.

Sowohl Dortmunds OB Ullrich Sierau als auch Castrop Rauxels Bürgermeister Rajko Kravanja setzen sich für ein „eigenständiges Regionalplan-Änderungsverfahren“ ein. Nun sollen „mögliche Alternativen“ geprüft werden. Beide Kommunen treiben im Hinblick auf die Entwicklung der Fläche zur Eile.

Die Info-Veranstaltung am 27.2.2018 im Mengeder Saalbau wird hoffentlich weitgehende Klarheit zu den offenen Fragen bringen.
Auch vor dem Hintergrund der bisherigen Diskussionen im Stadtbezirk Mengede kommt die Informationsveranstaltung der Mengeder SPD zum richtigen Zeitpunkt.

 

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