Außen grün – innen bunt!

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Neue Marke für Westerfilde & Bodelschwingh trifft ins Schwarze

Drei Workshops und viele Stunden gemeinsamer Analyse- und Kreativarbeit waren erforderlich, um am Ende des Prozesses als Markenzeichen für den Stadtteil Westerfilde&Bodelschwingh den Slogan „Außen Grün – innen bunt“ zu präsentieren. Zugleich mit dem Slogan wurden auch die Grundlagen für ein gemeinsames Logo des Quartiers Westerfilde & Bodelschwingh entwickelt.

Die Anforderungen an die Akteure hatten es in sich: Herauskommen sollte am Ende so etwas wie ein modernes Stadtwappen, modulbar aufgebaut, flexibel und frei verwendbar. Das schwierigste zudem: Das Ergebnis sollte den BewohnerInnen beider Ortsteile Westerfilde und Bodelschwingh, die nach dem eigenen Selbstverständnis eher wenig miteinander zu tun haben, aufzeigen, dass es doch eine Menge Überschneidungen und Gemeinsamkeiten gibt. Das hat sich dann in einem Logo niedergeschlagen, das die Vielfalt des Quartiers abbildet. Neben einem schlichten, klassischen Logo gibt es nun das Quartier in vielen kleinen Einzelbildern, die sich zu immer wieder anderen Landschaften zusammensetzen lassen – wie in einem Wimmelbild. Auf diese Weise kann die Vielfalt in Westerfilde und Bodelschwingh bestens  dargestellt werden.

Präsentierten die Ergebnisse: v.l.Stefanie Gerszewski, Amt für Wohnen und Stadterneuerung; Klaus Panitz, Rot-Weiß-Germania; Stephanie Tölch, SDJ-Die Falken; Gerd Obermeit, Heimatverein; Christoph Schedler, Quartiersmanagement.

Das alleine ist schon der großen Anerkennung wert, wie während eines Medientermins am gestrigen Mittwoch, 1.8., unisono zum Ausdruck gebracht wurde.

An den Entwicklungsarbeiten, die unter dem Motto standen: „Eine Marke aus dem Stadtteil und für den Stadtteil“ haben sich zahlreiche Aktive aus dem Quartier gemeinsam mit dem Quartiersmanagement und dem Amt für Wohnen und Stadterneuerung beteiligt; insbesondere haben mitgewirkt:
die FABIDO Kita Speckestraße, der Heimatverein, die Kirchengemeinde Mariä Heimsuchung, die Maschinenfabrik Völkmann, der Mengeder Ferien- und Freizeitspaß, der Mieterbeirat, die Noah Kirchengemeinde, die OGS der Westhausen Grundschule, die Reinoldi Sekundarschule, der Fußballverein Rot-Weiß Germania, SJD-Die Falken, das Sprachzentrum Westerfilde, die Stadtteilmütter, der TV Eintracht und die Vonovia.

Alle Beteiligten sind überzeugt, dass das Logo gut angenommen wird und sich schnell verbreitet. Dafür haben die Akteure bereits viele Ideen für die Anwendung des Logos entwickelt. So ist es bereits probeweise zum Einsatz gekommen: in Form von Buttons auf dem Sommerfest des Quartiers sowie als Wimpelketten und Aufkleber bei der Kirmes in Bodelschwingh. Diese erhielt mit dem Riesenrad gleich ihr eigenes Motiv.

Die Agentur LaborB, die die Marke mitentwickelt hat, hat viele dieser kleinen Motive entworfen, die alle zusammen das Quartier ausmachen: vom Schloss Bodelschwingh über den Malakowturm bis zum Hochhaus, vom Skateboardfahren bis zum Grillen und Chillen. In der Summe bilden sie Westerfilde & Bodelschwingh so ab, wie die Arbeitsgruppe das Quartier empfindet: heiter und selbstbewusst, als lokalpatriotisch und gelassen, als gemeinschaftlich und multikulturell, als offen und integrierend, als lebendig und als 100 Prozent Ruhrpott.

Wie geht es weiter: Es sollen Überlegungen für ein Stadtteilmarketing stattfinden – natürlich auch weiterhin mit den Aktiven des Stadtteils, den Vereinen, Gewerbetreibenden, Schulen und allen die ansonsten Zeit und Lust haben, an der Weiterentwicklung von Westerfilde&Bodelschwingh mitzuarbeiten.

Nach den Sommerferien geht es los. Wer Interesse hat, am Stadtteilmarketing mitzuwirken, kann sich beim Quartiersmanagement melden unter Telefon 0231/93144018, Mail: qm@westerfilde-bodelschwingh.de

Das Stadtteilmarketing ist eine Maßnahme im Rahmen des Programms „Soziale Stadt Westerfilde/Bodelschwingh“. Das Programm mit einem Gesamtkostenvolumen von 10,7 Millionen Euro läuft bis 2024 und wird finanziert wird aus Mitteln des Bundes, des Landes und der Stadt Dortmund.Rettet die Städte!

RETTET DIE STÄDTE von Sadiq Khan und Ada Colau

Passend zum vorstehenden Bericht über die Bemühungen, Versäumnisse der Vergangenheit im Rahmen des Programms „Soziale Stadt Westerfilde/Bodelschwingh“ wieder gutzumachen, wird nachfolgend auf einen Aufruf verwiesen, der in diesen Tagen von Ada Cola, Bürgermeisterin von Barcelona und Sadiq Khan, Bürgermeister von London gemeinsam verfasst und in der Ausgabe 8/2018 der „Blätter für deutsche und internationale Politik“ veröffentlicht wurde. Darin heißt es u.a.:

Seit einigen Jahren sehen sich Städte weltweit mit einer zunehmend globalen und aggressiven Spekulation konfrontiert. Sie geht von Spekulanten aus, die Wohnungen als profitable Aktivposten begreifen – und nicht als ein Heim für die Menschen, die wir als Bürgermeister von London und Barcelona vertreten…
Unsere Zentren drohen zu veröden, da pulsierende Gemeinschaften verdrängt werden, kleine Geschäfte schließen und die Kosten für Wohnraum maßlos steigen. Unsere Nachbarschaftsgruppen und Lokalregierungen – die der örtlichen Bevölkerung am nächsten stehen und ihre Alltagsprobleme am besten kennen – haben oft als erste vor den Risiken dieser Praktiken für das Überleben unserer Städte gewarnt…
Denn Städte sind nicht bloß eine Ansammlung von Gebäuden, Straßen und Plätzen. Sie sind auch die Summe ihrer Bürger. Diese sind es, die soziale Bindungen schaffen, Gemeinschaften aufbauen und die Orte entwickeln, auf die wir so stolz sind…
Wir müssen daher dringend sicherstellen, dass Wohnungen zuerst und vor allem ein Heim für unsere Bürger bieten, statt Spekulationsobjekte zu sein. Ansonsten wird es uns schwerfallen, unseren Bürgern auf Generationen lebenswerte Städte zu bieten…
Es ist unsere Pflicht, alles zu unternehmen, um das Leben unserer Bürger zu verbessern und ihnen Teilhabe zu ermöglichen. Das wird uns jedoch nur gelingen, wenn wir sicherstellen, dass jeder in unseren Städten eine anständige, sichere und bezahlbare Wohnung findet.

Der Aufruf ist in voller Länge zu lesen unter: https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2018/august/rettet-die-staedte
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