Kanalbrücke neu bauen oder erhalten?

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BV fordert Bericht über Plan für Schwieringhausen

Nur noch einspurig befahrbar und wenig Vertrauen erweckend: die Kanalbrücke Schwieringhausen.

Denkmalschutz für die Kanalbrücke Schwieringhausen? Mengedes Lokalpolitiker finden die Idee absurd. So wie sie ist, wäre das ein Hindernis für den künftigen Warentransport mit modernen Schiffen – und somit auch für die weitere Nutzung der Wasserstraße zum Dortmunder Hafen als Logistikstandort. Wegen ihres baufälligen Zustandes bestehe Handlungsbedarf, ebenso wie für die dazugehörigen Verbindungsstraßen. Die Bezirksvertretung forderte jetzt einstimmig, die Verwaltung möge über den Stand der bisherigen Planung berichten.

Die Antrag stellende SPD-Fraktion nannte auch den Grund: Aus früheren Sitzungsprotokollen habe man entnommen, das „schon seit über zwei Jahrzehnten“ eine neue Brücke als Ersatz für das 1951 errichtete Bauwerk beschlossen ist. Im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (InSekt) von 2004 heißt es, der Neubau der Brücke sei nördlich der vorhandenen Konstruktion vorgesehen. Auch die Randbereiche müssten an die neuen Maße für Bundeswasserstraßen angepasst werden.

Marode Konstruktion, kaputte Straßen

Der Straßenbelag ist voller Löcher. Ständig kommen neue hinzu. Fotos: M. Zybon-Biermann

Bis heute ist nichts geschehen. Inzwischen ist die Konstruktion so weit herunter gekommen, dass sie nur noch einspurig befahrbar ist. Schwieringhauser und Altmengeder Straße verbinden Kanalbrücke und Ortsteile gleichfalls mehr schlecht als recht. In den Straßenrändern klaffen tiefe Löcher – ständig kommen neue hinzu.

Die Verwaltung soll auf folgende Fragen antworten: Wie weit ist die Planung zur Erneuerung der Brücke und der notwendigen neu zu bauenden Anpassungen und Verschwenkungen der Straßen gediehen? Wenn statt eines Neubaus die Sanierung der vorhandenen Brücke geplant ist, sollte auch diese Möglichkeit vorgestellt werden. Allerdings wurde am letzten Mittwoch von allen Fraktionen an dem Sinn einer derartigen Maßnahme gezweifelt. Sie wäre notwendig, wenn die Politik dem Vorschlag der Denkmalpflege folgte. Dieser würde die Anstrengungen der Stadt torpedieren, mehr Verkehr auf Schiene und Wasser zu bringen, um die Straßen zu entlasten.

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