Nachrichten vom Mengeder Heimatwald: Jahresrückblick 2019

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Es war mehr los, als es auf den ersten Blick aussieht

In einem kurzen Rückblick weist der 1. Vorsitzende der Interessengemeinschaft Mengeder Heimatwald – Axel Kunstmann – auf das zurückliegende Jahr 2019 hin. Es heißt dort in der nur unwesentlich veränderten Fassung u.a.:

Im April 2019 hatte inzwischen zum zweiten Mal eine große Schafherde von Schäfer Horst Wrobel den Heimatwald besucht und dort fleißig mit viel ‚Mäh‘ gegrast. Das konnten am 13.04. auch die zahlreichen Teilnehmer der Obstwiesenbegehung durch Schwieringhausen feststellen. Hier war der Mengeder Heimatwald einer der letzten Anlaufpunkte eines interessanten Rundgangs durch den Dortmunder Nordwesten. 

Ab Juni ging dann nichts mehr im Heimatwald und im Volksgarten. Wegen des Eichenprozessionsspinners hatte die Stadt den gesamten Bereich abgesperrt. Gottseidank war im Heimatwald nur ein Baum von dem Schädling befallen; allerdings waren etliche Eichen direkt am Rande des Geländes betroffen. Mit Hubwagen und in Schutzanzügen versuchte die Stadt der Plage Herr zu werden.

Beim Herbstfest im Oktober 2018 hatten bereits etliche Baumpaten ihre Bäume mit Plaketten gekennzeichnet, aber eben nicht alle. So mussten Mitglieder des Vereins an zwei Vormittagen (13.08. und 21.11.) die restlichen Plaketten in die Bäume hängen. Dabei wurde leider auch festgestellt, dass zwölf der Bäume den äußerst trockenen Sommer nicht überstanden hatten und ersetzt werden müssen. Diese Ersatzpflanzung wird nun Ende Januar 2020 stattfinden.

Ende Oktober (29.10.) gab es dann eine große Aktion der im Volks-garten heimischen Vereine. Mitglieder des Fußballvereins Mengede 08/20, des Tennis Clubs Mengede und der Interessengemeinschaft starteten mit Unterstützung des Tiefbauamts und der Volksbank Dortmund-Nordwest eine Nistkastenaktion. Von der Caritas waren     40 Nistkästen für Meisen und 20 Nistkästen für Fledermäuse geliefert worden, die von der Stadt im Bereich des Volksgartens aufgehängt wurden, um dem Eichenprozessionsspinner ‚an den Kragen zu gehen‘. Untersuchungen in Holland hatten nämlich gezeigt, dass diese Tiere zu den natürlichen Feinden des Spinners gehören und dass mit ähnlichen Nistkastenaktionen gute Ergebnisse erzielt wurden.

An den Mengeder Glanzlichtern (01./02.11.) hatte sich die Interessengemeinschaft in 2019 nicht beteiligt. Auf der Mitgliederversammlung am 28. März war beschlossen worden, sich nur an einem Tag an den Glanzlichtern zu beteiligen. Die Erfahrung von 2017 hatte gezeigt, dass zwei Tage für die Aktiven sehr aufwändig und arbeitsintensiv gewesen waren. Da der Verein über keine eigene Security verfügte, mussten seinerzeit alle Lichtinstallationen Freitagnacht wieder ab- und am darauffolgenden Samstag wieder aufgebaut werden. Auch die Absperrung wegen Bauarbeiten zwischen Volksgarten und Heimatwald hätte eine angedachte Verbindung der beiden Bereiche unmöglich gemacht, so dass der Verzicht auf eine Teilnahme letztendlich die richtige Entscheidung gewesen war. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Interessengemeinschaft in 2020 nicht wieder dabei sein wird. 

Auf drei Ereignisse Ende letzten Jahres soll auch noch kurz eingegangen werden:

  • Auf Einladung der Landfrauen-Gruppe Dortmund West hielt der 1. Vorsitzende der Vereins am 11.11. im ‚Handelshof‘ einen Vortrag zu „10 Jahre Mengeder Heimatwald“, der mit Interesse verfolgt wurde.
  • Am 22.11. wurde das Buch von Ralf Koss „111 Orte in Dortmund, die man gesehen haben muss“ in die Buchhandlung ‚Taranta Babu‘ der Öffentlichkeit vorgestellt. Als Ort Nummer 44 werden in diesem Werk zwei Seiten dem Mengeder Heimatwald gewidmet. 
  • Außerdem wird der Mengeder Heimatwald demnächst auch Teil der Route der Agrarkultur sein, die der RVR ausgearbeitet hat. Ein spontanes Gespräch mit Elisabeth Lux von CoProGrün hatte diese erfreuliche Entwicklung möglich gemacht.

Dieser kleine Rundgang durch das vergangene Jahr zeigt, dass 2019 doch nicht so ganz unspektakulär für den Heimatwald verlaufen ist, wie es vielleicht für den einen oder anderen den Anschein gehabt haben könnte.

Text und Fotos: Axel Kunstmann; zur Vergrößerung der Fotos diese bitte anklicken!
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