Das Krabbelkonzert Natur auf dem Grünen Hügel in Recklinghausen

Ein wunderbares Vergnügen für Kleine und für Große

Von Eva Latterner

Bei strahlendem Frühsommerwetter traf am Freitagmorgen, dem vorletzten Tag der Ruhrfestspiele,  eine erwartungsfrohe Gruppe von Erwachsenen und Kindern von 0 bis vier Jahren am Eingang des Festspielhauses Recklinghausen ein.

Zwei freundliche Menschen mit ihren Querflöten in der Hand begrüßten die Gruppe und luden zu einem Spaziergang durch den Park und zum Konzert ein. Mit einem Lächeln forderten sie die Erwachsenen auf, ab jetzt und während des gesamten Konzertverlaufs zu schweigen und sich nur nonverbal mit den Kindern und untereinander zu verständigen. Die Kinder hingegen wurden angeregt, auf dem nun beginnenden kleinen Spaziergang alles zu sammeln, was Geräusche macht.   

Im Tempo der kurzen Beine ging es los, begeistert sammelten die Kinder Stöckchen, Steinchen, Zapfen und Blätter.
An einem ersten Stopp unter einer malerischen Blutbuche probierten die Kinder ihre Schätze aus: klopf, klopf, klopf, klack, klack, klack. 

Doch was ist das?
Geheimnisvolle Klänge im Baum versteckter Windspiele, leises Klappern kleiner Holzrasseln, ein Ratschen am Stamm und die aus immer wieder anderen Richtungen kommenden Melodien der Querflöten ziehen die Kinder in ihren Bann. 

Weiter geht es den grünen Hügel hinauf, begleitet vom Flötenspiel und dem Klackern der Hölzchen und Stöckchen in den kleinen Händen. Am Konzertplatz angekommen, macht die Gruppe es sich auf bereitgelegten Decken bequem, fünf MusikerInnen verteilen sich in einem großen Kreis rund um ihr Publikum. 

Ohne Ankündigung, ohne Worte beginnt ein besonderes Konzert. Die abwechslungsreichen kleinen Musikstücke, instrumental und gesungen, sorgen bei den Erwachsenen für eine sehr entspannte Stimmung, die unterstützt wird von der Interaktion der MusikerInnen mit dem Publikum.

Kleinste und kleine Kinder sind in Bewegung, im Takt der Musik oder in der sehr aktiven Beobachtung der Instrumente. Ein kleiner Dreijähriger hält sein Stöckchen wie eine Querflöte an den Mund und bläst selig seine Melodie. Die zarten Töne der Harfe, die begleitenden Rhythmusinstrumente werden mit allen Sinnen aufgenommen. Dann erklingen ganz tiefe Töne; beinahe gleichzeitig drehen sich alle Kinder nach der riesigen Bassklarinette um. Ohhhh, und dann schon wieder andere, feine Töne.

Nach einer Stunde tauchen kleine und große Zuhörende aus dem Bad in der Musik auf, das Konzert geht mit einem letzten Lied, das von allen mitgesungen wird, zu Ende. Applaus und Dankeschön für eine besondere Vorstellung – und wenn möglich, bis zum nächsten Jahr.

Falls Sie, liebe LeserInnen sich für diese Form des Konzerts interessieren, finden Sie hier weitere Infomationen:

https://www.musa-concerts.com/de/

 

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