SPD-Ratsfraktion vermittelt erfolgreich zwischen den Fraktionen
Die SPD-Ratsfraktion Dortmund hat mit ihrem sogenannten „15/15-Vorschlag“
einen tragfähigen Kompromiss zwischen den Fraktionen erreicht. Sowohl der
Planungs- als auch der Mobilitätsausschuss haben sich dafür ausgesprochen,
dem Rat die Regelung zur Beschlussfassung zu empfehlen.Der Vorschlag sieht vor, dass die Fahrpreise von Mietwagenanbietern wie
Uber oder Bolt bei kurzfristig gebuchten Fahrten innerhalb Dortmunds
höchstens 15 Prozent über oder unter dem jeweiligen Taxipreis liegen
dürfen. Die Regelung gilt ausschließlich für Fahrten, die innerhalb des
Stadtgebiets beginnen und enden sowie weniger als eine Stunde vor
Fahrtbeginn gebucht werden. Für Fahrten, die mehr als eine Stunde im Voraus
bestellt werden, gelten keine städtischen Preisvorgaben.
Mit dieser Regelung soll ein fairer Ausgleich zwischen den verschiedenen
Interessen geschaffen werden. Ziel ist es, das Taxigewerbe zu stärken,
faire Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im Taxi- und
Mietwagenbereich zu fördern und gleichzeitig den Bürger*innen eine
vielfältige Auswahl an Mobilitätsangeboten zu erhalten.
Einigkeit bestand unter den demokratischen Fraktionen zudem darüber, die
neuen Regelungen nach einem Jahr zu evaluieren. Dabei soll überprüft
werden, wie sich die Vorgaben auf den Markt, die Beschäftigten und die
Nutzer*innen auswirken und ob Anpassungsbedarf besteht. Darüber hinaus
wurde die Stadtverwaltung beauftragt, die Erfahrungen anderer deutscher
Städte mit vergleichbaren Regelungen zu untersuchen. Besonderes Augenmerk
soll dabei auf die praktische Umsetzbarkeit sowie auf mögliche rechtliche
Herausforderungen und laufende Gerichtsverfahren gelegt werden.
Mit der abschließenden Beratung im Rat am 9. Juli steht nun der letzte
Schritt bevor. Mit einer Zustimmung des Rates könnte die Stadt Dortmund in
einer komplexen und kontrovers diskutierten Frage der urbanen Mobilität zu
einer ausgewogenen und rechtssicheren Lösung gelangen.
„Taxi- und Mietwagendienstleistungen sind unverzichtbare Bestandteile einer
modernen und leistungsfähigen Mobilitätsarchitektur“, erklären Detlev
Lachmann, und Christina Alexandrowiz, Sprecher*innen der SPD-Ratsfraktion.
„Die 15/15-Regelung verbindet faire Wettbewerbsbedingungen mit einem
vielfältigen und bezahlbaren Mobilitätsangebot für die Menschen in
Dortmund.“