Ein Konzert besuchen, eine Ausstellung erleben oder in einem Club feiern – kulturelle Teilhabe sollte für alle Menschen möglich sein. In der Praxis stoßen Menschen mit Behinderungen jedoch noch immer auf räumliche, kommunikative und organisatorische Barrieren. Was bedeutet Barrierefreiheit konkret? Welche Anforderungen müssen Veranstalter*innen bereits bei der Planung, beim Booking und bei der Kommunikation berücksichtigen? Und wie können Menschen mit Behinderungen an der Entwicklung und Umsetzung von Veranstaltungen beteiligt werden?
Von der Idee zur inklusiven Veranstaltung
Der Musikstammtisch Dortmund widmet sich am Dienstag, 13. Oktober, diesen Fragen. Im Mittelpunkt des Podiums-Talks „Barrierefreie und inklusive Konzert- und Veranstaltungsformate – verstehen, planen und umsetzen“ stehen praktische Ansätze für eine inklusive Kulturarbeit. Die Gesprächspartner*innen sprechen unter anderem über räumliche und kommunikative Zugänglichkeit, erprobte Inklusionsstrategien und die Entwicklung inklusiver Kulturkonzepte. Auch die Rolle von Awareness-Teams und die Frage, wie Veranstaltende Barrieren frühzeitig erkennen und abbauen können, kommen zur Sprache. Dabei geht es nicht nur um bauliche Voraussetzungen. Entscheidend ist auch, Menschen mit Behinderungen in die Planung einzubeziehen und für ihre unterschiedlichen Bedürfnisse zu sensibilisieren. Gemeinsam mit dem Publikum soll diskutiert werden, welche Lösungen bereits funktionieren und wo weiterer Handlungsbedarf besteht.
Drei Perspektiven aus der Praxis
Auf dem Podium diskutieren Dorit Remmert (gesamtkunstwerk e. V.), Peter Mandel (Handiclapped-Kultur Barrierefrei e. V., Berlin, und Pinc Music) sowie die Musikerin Anna Reizbikh (Tonstudio13). Die Moderation übernimmt Didi Stahlschmidt.
Der Musik-Stammtisch ist öffentlich und richtet sich an alle Interessierten – an Kulturschaffende und Veranstaltende ebenso wie an Menschen, die sich für inklusive Kultur interessieren.