Probelauf vor der ersten Inbetriebnahme des Abwasserkanals Emscher (AKE)

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Schieber regeln Wasserfluss im Abwasserkanal Emscher

Der Tag X rückt näher: Am 24. 9. erfolgt unter großer Beteiligung von „öffentlichen Lebemännern“ die Teil-Inbetriebnahme des Abwasserkanals Emscher (AKE). An dem Termin werden auch die neuen Pumpwerke Gelsenkirchen und Bottrop in Betrieb gehen. Dann gilt es: Jede Pumpe muss für sich und im Zusammenspiel mit dem zufließenden Wasser aus dem AKE funktionieren!

Sicherheitshalber hat die Emschergenossenschaft bereits eine Art „Probelauf“ vorgenommen. Mit vier oberhalb des Pumpwerks Gelsenkirchen in den AKEA eingebauten Schiebern kann der Wasserzufluss gestoppt bzw. variabel gesteuert werden. Bislang ist die Emschergenossenschaft mit den Test-Ergebnissen sehr zufrieden.

Zum technischen Ablauf teilt die Emschergenossenschaft mit:
“Die Schieber wurden von den Kollegen der Instandhaltungsabteilung der Emschergenossenschaft eingebaut, die später auch für die Inspektion des AKE zuständig sind. Spannendes Detail: Die Wassermenge für die Testphase, immerhin rund 14.400 Kubikmeter pro Tag, wird aus dem Rhein-Herne-Kanal mittels drei Pumpen in einen naheliegenden Schacht östlich des Pumpwerks Gelsenkirchen gepumpt.
Die vier eingebauten Schieber sind ein Teil von insgesamt 13 Schiebern, die für eine notwendige Trockenlegung jeder Tunnelstrecke des „Canale Grande“ der Emschergenossenschaft benötigt werden. Zwei Schieber befinden sich in dem Schacht, der unmittelbar östlich des Pumpwerks Gelsenkirchen liegt. Von ihm verläuft eine Doppelröhre mit je einem Durchmesser von 2,40 Meter direkt zum Pumpwerk Gelsenkirchen. Zum Schutz eines Nebengebietes am aus Herten kommenden Holzbach vor rückwärtiger Überflutung wurde der dritte Schieber in einem Nebenschacht gesetzt. Der vierte Schieber begrenzt einen Aufstau nach oberhalb in den AKE – also in Richtung Dortmund.

Die eingebauten Edelstahl-Schieber haben ein Gewicht zwischen 2.010 (bei Kanaldurchmesser 2,20 Meter) und 3.060 Kilogramm (bei Kanaldurchmesser 2,40 Meter). Vergleichsweise klein sieht so ein Schieber im Verhältnis zur Schachtwand aus. Doch der Mensch-Maschine-Vergleich verdeutlicht erst die tatsächliche Dimension!“

 

 

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