Emschergenossenschaft: Letzte Kanalbaumaßnahme auf Dortmunder Gebiet

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Unterirdischer Abwasserkanal wird am Zechengraben verlegt

Die letzte Kanalbaumaßnahme auf Dortmunder Stadtgebiet im Rahmen des Generationen-Projektes Emscher-Umbau läuft aktuell am Zechengraben. Voraussichtlich bis Mai 2022 verlegt die Emschergenossenschaft dort auf einer Länge von etwa 1200 Metern die unterirdischen Abwasserkanäle und renaturiert zudem das Gewässer auf einer Länge von etwa 400 Metern.

Aktuell laufen die Arbeiten an den neuen Abwasserkanälen und den entsprechenden Schachtbauwerken vor allem auf dem Gelände am Pumpwerk Zechengraben. Bald werden die Arbeiten aber auch die Mengeder Straße erreichen. In diesem Zusammenhang wurde auch der Radweg zwischen Mengeder Straße und der Haberlandstraße während der Bauarbeiten gesperrt.

Auf Höhe der Haberlandstraße wird zudem ein Regenüberlaufbecken gebaut. Im Zuge dieser Arbeiten kann es auch im Kreuzungsbereich Haberlandstraße/Bodelschwingher Straße zeitweise zu Einschränkungen im Straßenverkehr kommen. Die Emschergenossenschaft bittet um Verständnis bei etwaigen Beeinträchtigungen.

Bis zum Frühjahr 2022 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen und die ökologische Verbesserung des Zechengrabens auf einer Länge von etwa 400 Metern durchgeführt werden. In die Abwasserfreiheit des Zechengrabens investiert die Emschergenossenschaft rund 10 Millionen Euro.

Hintergrund
Eine Regenwasserbehandlungsanlage dient der Trennung von sauberem Regenwasser und schmutzigem Abwasser. In einem Stauraumkanal oder Regenüberlaufbecken wird bei starken Niederschlägen das Mischwasser zunächst „angehalten“ und beruhigt. Dabei kommt das physikalische Gesetz der Schwerkraft zum Tragen: Die schwereren Schmutzsedimente setzen sich nach unten ab und können gedrosselt durch eine Ableitung in den Abwasserkanal und anschließend zur Kläranlage transportiert werden.

Das oben schwimmende, weitestgehend saubere und nicht-klärpflichtige Regenwasser dagegen kann nach Erreichen einer bestimmten Menge und Höhe über eine sogenannte Entlastungsschwelle ins Gewässer „schwappen“. Mit Hilfe der Regenwasserbehandlungsanlagen erhalten die Gewässer also weitestgehend sauberes Wasser, während die Abwasserkanäle und insbesondere die Kläranlagen entlastet werden.

Das ist nicht nur ökologisch äußerst sinnvoll, sondern auch ökonomisch – denn die Abwasserkanäle müssen nicht durchgängig übergroß dimensioniert werden, was die Baukosten erheblich senkt! Zudem gehört sauberes Regenwasser ins Gewässer und nicht in die Kläranlage, wo es unnötigerweise noch einmal für viel Geld gereinigt würde.

Text und Fotos: EGLV
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