Zweite Nordwärts Erlebnisradtour des Wandels nach 2018

Entdeckerreise durch Westerfilde – Bodelschwingh und Umgebung

Zu dieser Tour hatte Christoph Schedler vom Quartiermanagement  Mitte September eingeladen. Das Quartierbüro, an dem die Tour auch startete, ist die erste Anlaufstelle für alle Themen rund um die soziale Stadt Westerfilde / Bodelschwingh. Hier befindet sich auch ein Aktionsbüro des Jobcenters.

Bunte Blumenkästen verzieren den Marktplatz in Westerfilde

Nach der Begrüßung durch Silke Freudenau und Christoph Schedler starteten die 14 Teilnehmer. Es sollten verschiedene Schauplätze angefahren werden, bei denen bereits Veränderungen stattgefunden haben oder bei denen Planungen kurzfristig greifen sollen. Für die Mitfahrer, die bereits 2018 mit an Bord waren, wurde besonders auf die bereits geleisteten Arbeiten hingewiesen.

Vorzeigeobjekte der Vonovia AG

Der erste Stopp war in einem Teil des Wohnungsbestandes der Vonovia. Hier erwartete uns Frau Nora Woker, die die bereits erstellten Renovierungen erläuterte. Dazu gehören neben den Fassaden auch der „Salz & Pfeffer-Weg“ sowie der Piko Garten.

Dieser Garten ist den Anwohnern zugänglich und wird von diesen gepflegt.

Wilhelm Willeke hofft, 2021 wieder viele Räder reparieren zu können

Vorbei an den Fassadenbemalungen des „Markthochhauses“, der. Graffiti an der Westhausen-Grundschule und den bunten Blumenkästen auf dem Marktplatz fuhren wir zur nächsten Station, der Jugendfreizeitstätte „Kess“. Hier hat die DoNaPart, ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Forschungsprojekt, die Radwerkstatt Westerfilde- Bodelschwingh eröffnet. Wie Wilhelm Willeke vom Diakonischen Werk sagte heißt es hier normalerweise:

„Bremse klemmt? Licht kaputt? Reifen platt? Gangschaltung hakt? Kein Problem: Hier wird dir geholfen!“

Leider hat Corona auch hier zugeschlagen, die Aktivitäten sind gestoppt. Er hofft auf Besserung in 2021.

Schulleiter stellt die Reinholdi-Sekundarschule vor

Schulleiter Christian Pätzold beantwortet Fragen zur Sekundarschule

Der nächste Halt war dann an der Reinoldi- Sekundarschule. Schulleiter Christian Pätzold empfing uns im Eingangsbereich. Er berichtete über die alte Schule, die Erweiterung und den Neubau. Auf Fragen erläuterte er unser Schulsystem und den Stellenwert einer „Sekundarschule“. Obwohl sich die Schule noch in der Bauphase befindet, hinterließ das Gesehene einen starken Eindruck.

Am nächsten „Boxenstop“, der Gaststätte Im schönen Wiesengrund, gab es bei einer kurzen Pause Erfrischungen. Dolf Mehring vom Freundeskreis schöner Wiesengrund erzählte uns vom Kampf um den Erhalt der Gaststätte. Selbst „Ex“Oberbürgermeister Ulrich Sierau konnte für eine Veranstaltung gewonnen werden. Als der Fortbestand dann gesichert war kam Corona. Mal schauen wie es weitergeht, wir hoffen das Beste.

Dolf Mehring informiert über den Freundeskreis schöner Wiesengrund

Nach dieser Pause bekamen wir endlich eine etwas längere Wegstrecke unter die Räder. Wir fuhren zum alten Forsthaus im Rahmer Wald. Hier waren die Veränderungen der letzten zwei Jahre am deutlichsten zu erkennen. Damals war das Forsthaus nach fast 4 Jahren Leerstand in einem verfallenen Zustand. Der Barackenanbau war nach einem Brand Anfang Juli 2018 völlig zerstört. 

Vereine bringen Leben ins renovierte Forsthaus

Mittlerweile, nach abgeschlossener Renovierung, wird das Objekt wieder genutzt. Attila Aslantürk vom Imkerverein Dortmund Derne zeigte uns die beeindruckenden Räumlichkeiten und die Bienenstöcke im Garten. Neben den Imkern wird das Forsthaus von „naturnahen Organisationen“ wie die Kreisjägerschaft Dortmund sowie dem Forstbetrieb Wald und Holz genutzt. Die Fabido hat einen außerschulischen Lernort zum Thema „Einweisung in die Natur“ erhalten.

Kann sich sehen lassen: Das komplett sanierte Forsthaus im Rahmer Wald

Nach dieser ausgiebigen Diskussion fuhren wir weiter. Erholt und gestärkt gingen wir die letzte Etappe an. Über den Emscher Radweg, an Alt-Mengede mit unserem Heimathaus vorbei, führte unser Weg zum Hof Emscher-Auen. Dieser Name hatte den Namenswettbewerb im Frühjahr gewonnen, zu dem die Emschergenossenschaft mit den Städten Castrop-Rauxel und Dortmund aufgerufen hatte. Er löst die sperrige Bezeichnung Hochwasserrückhaltebecken Ickern- Mengede ab.

Aktiv im Stadtbezirk – die Emscher-Falken

Hier, im und um den ehemaligen Stall des Hofes, begrüßten uns Stephanie Tölch und Dirk Warmbier von den Emscher-Falken, die in Kooperation mit der Emschergenossenschaft Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche anbieten. Wie Stephanie Tölch uns erklärte, wird dieses Projekt von der Stadt Dortmund und Nordwärts gefördert. Die Angebote können im Internet unter www.emscher-falken.de eingesehen werden. 

Die Falken sind oft unterwegs in den Emscher-Auen

Bei einer letzten Stärkung im Schatten des Stalles auf selbstgezimmerten Paletten Möbeln war unsere anstrengende, aber sehr informative Radtour in der Abenddämmerung beendet.

Wie vor zwei Jahren haben wir viel gesehen und eine Menge Anregungen bekommen. Ideen, Gedanken und Kontaktdaten wurden ausgetauscht, und weitere Treffen vereinbart.

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