Optik Siewert wird vom Gewerbeverein Mengede als Unternehmen des Monats November 2020 vorgestellt.

Vorbemerkungen: Das “Unternehmen des Monats“ zu benennen, ist ein Versuch des rührigen Vorstands des Mengeder Gewerbevereins, die Mengeder Gewerbetreibenden nicht allein auf Martinszug und Maifeier zu reduzieren. Auch der Gewerbeverein besteht aus Menschen, die sich vernetzen müssen, um als Gewerbetreibende bestehen zu können. Vernetzen nicht nur untereinander, sondern auch mit aktuellen und potentiellen Kunden im Stadtbezirk – und natürlich auch darüber hinaus, und dies ganz besonders in Zeiten des „Abstandsgebotes.”

Optik Siewert – Familienbetrieb in zweiter Generation

Die Auszeichnung „Unternehmen des Monats November 2020“ hat in diesen Tagen das im Stadtbezirk Mengede bestens aufgestellte Familienunternehmen „Optik Siewert“ erhalten.
Gegründet wurde das Optikgeschäft Siewert  am 1. 1. 1963 von Brigitte und Klaus Siewert. Seit dem 01.01.2004 hat die Betriebsleitung der Sohn Frank Siewert übernommen. Aus der Familie arbeiten derzeit 3 Optikermeister/innen in dem Betrieb: Frank Siewert (Inhaber), seine Ehefrau Nicole Siewert und seine Schwester Petra Siewert-Boog. Komplettiert wird das Meister/Innen-Trio durch Daniela Streim – ebenfalls Meisterin ihres Fachs.

Für die beiden Gründer – Brigitte und Klaus Siewert – ist ein Ehrenplatz reserviert. „Wenn auch nur sporadisch anwesend, sind sie der gute Geist der Firma. Sie freuen sich besonders, wenn sie frühere Kunden antreffen, mit denen sie dann über alte Zeiten plaudern können. Samstagmorgens sind sie grundsätzlich immer anwesend“, beschreibt Sohn Frank den familiären Umgang in seinem Betrieb.

Petra Siewert-Boog

Alle vier Augenoptikermeister/Innen kümmern sich selbstverständlich auch um die ganz „normale“ Betreuung der KundInnen; dazu gehört: Messen der benötigten Glasstärken und die Versorgung mit Fernbrillen, Sonnenbrillen und Gleitsichtbrillen. Es sollte derzeit bereits hierfür – wenn möglich – immer vorab ein Termin vereinbart werden – telefonisch (Tel.: 0231339310) oder per email (info@optik-siewert.de) .
Die Vier haben allerdings auch spezielle Kompetenzen; so kümmert sich

  • Daniela Streim primär um Kontaktlinsenanpassungen,
  • Petra Siewert-Boog um kinderoptometrische Untersuchungen,
  • Nicole Siewert um die Anpassung von Bildschirmarbeitsplatzbrillen und
  • Frank Siewert um die Versorgung von Menschen mit Augenerkrankungen, die zu einem massiven Sehverlust geführt haben. Auch in diesen komplizierten und schwierigen Fällen ist in fast immer Hilfe möglich.

Nicole Siewert

Diese speziellen Kenntnisse und Fähigkeiten werden vom Inhaber Frank Siewert, aber auch vom Team als besondere Stärke empfunden. Seine Antwort auf die Frage, wie sich sein Betrieb gegen die zahlreichen Discount-Unternehmen behaupten kann: „Für uns steht eine individuelle Beratung ohne Zeitdruck an erster Stelle. Deshalb arbeiten wir fast ausschliesslich auf Terminbasis. Kompetente Beratung ist für uns sehr wichtig. Wir haben den Ehrgeiz, auch Sehprobleme zu lösen, auf die an anderen Stellen oftmals nicht eingegangen wird oder die woanders nicht gelöst werden können“.

Bei der Frage nach der Konkurrenz durch den online-Handel ist Frank Siewert ganz entspannt. Natürlich gewinne der online-Handel immer mehr an Bedeutung, vor allem in diesen Corona-Zeiten. Das Handwerk des Augenoptikermeisters sei jedoch derart speziell, dass er sich im Augenblick eine reine oder kombinierte Onlineversorgung gar nicht vorstellen könne. „Ich denke dabei allein an eine anatomische Brillenanpassung, die eine individuelle Augenprüfung mit gründlicher Anamnese und Bestimmung der Glasstärken erfordert, das ist online derzeit und bis auf Weiteres eher im

Daniela Streim

Bereich der Visionen anzusiedeln“, so seine Einschätzung. Allerdings erfordert die spezielle Entwicklung in seinem Handwerkszweig eine permanente Fort- und Weiterbildung. Da bleibt dann neben der Familie nicht mehr viel Zeit für ausgiebige Hobbys. Seit seiner frühen Jugend spielt Frank Siewert Tennis, dies will er wohl auch eine Zeitlang beibehalten.

Vor einiger Zeit war er eine zeitlang auch im Mengeder Gewerbe-Verein engagiert. Das musste er drangeben – es fehlt schlicht gesagt die Zeit, denn auch die Konkurrenz am Ort in Form zweier weiterer Optiker-Geschäfte fordert immer wieder eigene neue Anstrengungen. So hat es über einen längeren Zeitraum noch eine Zweigniederlassung von Optik Siewert in der Heimbrügge gegeben. Dieser Ableger ist vor knapp 10 Jahren wieder geschlossen worden, vor zwei Jahren ebenso die Abteilung für Schmuck und Uhren im Hauptgeschäft. Die hierdurch frei gewordenen Flächen sind an das Unternehmen „Die Hörbiene“ unterverpachtet worden – so hat sich eine interessante Konstellation für neue Kunden ergeben.

Besondere Herausforderung stellt natürlich die Corona-Pandemie an den Jungunternehmer Frank Siewert. Auf die augenblicklichen coronabdingten Einschränkungen kann er sich gut einstellen. Termine werden telefonisch vereinbart, so dass die Hygiene-Bestimmungen eingehalten werden können. Im Frühjahr war die Situation schon ausgesprochen hart, denn acht Wochen Kurzarbeit waren schon eine besondere Herausforderung.    

Kommunalpolitisch ist er eigentlich interessiert am Geschehen im Stadtbezirk, aber auch hier trifft das vorhergesagte zu. Seine Hoffnung ist, dass die neu gewählte Bezirksvertretung sich tatsächlich – wie durch den neuen Bezirksbürgermeister Axel Kunstmann angekündigt – mit den Sorgen der hier lebenden Menschen auseinandersetzt.

Fragt man Frank Siewert, ob es etwas gäbe, was ihm und seinem Betrieb besonders zu schaffen macht, kommt der Hinweis, den seine KollegInnen im Mengeder Gewerbeverein vermutlich blind unterschreiben würden: „Die zunehmende Bürokratie wird leider immer schlimmer. Antragsverfahren für Spezialsehhilfen bei gesetzlichen Krankenkassen werden immer komplizierter. Jede Krankenkasse hat unterschiedliche Vorgehensweisen und unterschiedliche Beträge, die sie genehmigt. Oftmals nimmt die bürokratische Arbeit mehr Zeit in Anspruch als die persönliche Arbeit mit dem dem Kunden. Hinzu kommt die Verpflichtung, eine aufwändige Dokumentationsführung in allen Bereichen zu betreiben. Im Grunde genommen bräuchte ein Betrieb, der im Gesundheitshandwerk tätig ist, einen festen Mitarbeiter, der sich nur um die schriftlichen Dinge kümmert.“

Fotos: Silvia Rzadkowski
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