Kreisverkehr statt Ampel

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Seit langem BV-Beschluss für Westerfilder/Bodelschwingher Straße

Eine großzügige, gut einsehbare Kreuzung – wo, wenn nicht hier, mache der Kreisverkehr Sinn, meint die BV. Foto: Zybon-Biermann

Ampel oder Kreisverkehr? Wofür die Entscheidung fällt, hängt nicht zuletzt von den örtlichen Gegebenheiten ab. Im Falle der Kreuzung Bodelschwingher/ Westerfilder und Haberlandstraße sieht man schon seit langem im Amtshaus nur eine sinnvolle Lösung: Ein Kreisverkehr muss her! Doch was bietet die Stadt den Mengedern an? Eine Erneuerung der alten „Lichtsignalanlage“! Konsequenz: Die Bezirksvertretung lehnt eine Empfehlung für den vom Ausschuss für Bauen, Verkehr und Grün gefassten Entschluss ab.

In einem Punkt sind sich Rathaus und Amtshaus einig: Die Anlage ist vollkommen veraltet und könnte allein deshalb Probleme bereiten. Die 1990 installierte Ampel wird mit einem Steuergerätetyp betrieben, der seit 1994 nicht mehr hergestellt wird, der Support wurde eingestellt. Reparaturen sind nicht mehr möglich. Es wird befürchtet, dass in nächster Zeit mit einem Totalausfall zu rechnen ist.

Für die neue Signalanlage will die Stadt im Haushaltsjahr 2019 immerhin 55.900 € ausgeben. Doch auch das in der Vorlage enthaltene Versprechen, das jetzt vorgesehene System sei weniger störanfällig und energieffizient, vermochte die Bezirksfraktionen nicht umzustimmen.

Jürgen Utecht (Bündnis 90/die Grünen): „Wir lehnen diese Vorlage ab, da wir seit langem entschieden haben, dass ein Kreisverkehr an dieser Stelle viel sinnvoller ist.“ Der Meinung schlossen sich die anderen Fraktionen einstimmig an. Der Platz sei vorhanden, der gesamte Bereich gut einsehbar. Wo, wenn nicht dort, könne der Kreisverkehr funktionieren? Bezirksbürgermeister Wilhelm Tölch resümierte „Wir empfehlen statt der Neuanlage den längst von uns beschlossenen Kreisverkehr.“

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