
Hildergard Knef bei einer ihrer Tourneen in den 1960-er Jahren.
Für sie regnete es rote Rosen, doch die hatten manchmal viele Dornen
oder waren weiße Mäuse und Stinkbomben
Von Diethelm Textoris
Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem nostalgischen Kino in Berlin. Dort läuft gerade in einer Retrospektive der Film „Schnee am Kilimandscharo“ nach dem Weltbestseller von Ernest Hemingway. Plötzlich stockt der Dialog zwischen Hildegard Knef als Comtesse Elisabeth und Gregory Peck als Harry Street. Hilde sagt etwas ganz anderes als vorgegeben. Gregory wiederholt verzweifelt immer den gleichen Satz, um sie zurück zum Textbuch zu holen. Die aber steigt aus dem Film aus, kommt zu Ihnen herunter, um mit Ihnen einen Bummel durch das abendliche Berlin von heute zu machen und ganz nebenbei auf die Stationen ihres Lebens zurückzublicken. Genau diese Fiktion bildet den Rahmen zu dem kürzlich erschienenen Roman von Maxine Wildner „Hilde Knef und das Lied des Lebens“. Nur dass an Ihrer Stelle ein junger Mann namens Tobias sitzt, der sich erst unsicher dann aber fasziniert auf dieses Abenteuer einlässt.
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