Hundeleben
Eine Foto-Serie von Silvia Rzadkowski
Neun weitere positive Testergebnisse Die Pressestelle der Stadt Dortmund teilt folgendes mit:
Am heutigen Montag sind neun positive Testergebnisse dazu gekommen. Somit liegen seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in Dortmund insgesamt 674 positive Tests vor. 557 Patientinnen und Patienten haben die Erkrankung bereits überstanden und gelten nach mildem Krankheitsverlauf als genesen.
Zurzeit werden in Dortmund 30 Corona-Patientinnen und –Patienten stationär behandelt; zehn intensivmedizinisch, darunter acht beatmete Personen.
Es ist inzwischen unstrittig, die Maskenpflicht ist deswegen nur so halbherzig gekommen, weil die bestehenden Engpässe bei der Versorgung von Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen etc. nicht noch verstärkt werden sollten. Warum werden die wahren Gründe nicht genannt – das Ergebnis ist nun ein Kommunikationsgau erster Güte. Auch die unterschiedliche Umsetzung in den Bundesländern wirft Fragen auf.
Die sollen aber nicht davon ablenken, dass die Maskenpflicht sinnvoll ist. Auch wenn die Masken lediglich den Gegenüber schützen, das Signal ist nicht zu unterschätzen: Obacht, liebe Leute – die Coronakrise ist noch längst nicht überwunden!

Die Beschäftigung mit dem Tod lehrt, das Leben zu lieben. Die freiwillige Hinrichtung fast allen Lebendigen in manchen Vorgärten löst bei uns Bestürzung aus – und auch bei den (Mit-)Machern von „Gärten des Grauens“, einem Facebook-Projekt, das mit satirischen Mitteln der totgestaltenden Gartenkultur den Kampf angesagt

Die bescheidene Variante der ureigenen Hoffnung auf ein ewiges Leben besteht darin, seiner Nachwelt etwas Dauerhaftes und Unverrückbares zu hinterlassen…
Ulf Soltau: Ich selbst bin Botaniker und leidenschaftlicher Gärtner. Die Idee zu „GdG“ kam mir, nachdem ich auf so manche gärtnerische Grausamkeiten in Gartengruppen sozialer Netzwerke aufmerksam wurde. Steinwüsten setzen sich in manchen Regionen vermehrt durch.

Ordnungswahn im Outdoor-Wohnzimmer
Ulf Soltau: So naturferne Gärten, wie wir sie auf GdG besprechen, kann ich nur über eine wachsende Entfremdung des Menschen von der Natur erklären. Mit dem allgemeinen Artenrückgang und der großräumigen Vernichtung naturnaher Grünflächen in Stadt und Land verschwindet offenbar auch der persönliche Bezug zur Natur und das Verständnis für Naturschutzbelange. Hinzu kommt ein pervertierter Ordnungswahn, der die Wohnungen niemals hätte verlassen dürfen, sich jetzt aber in sog. Outdoor-Wohnzimmern breit macht und selbst vor kleinsten Hinterhöfen und Gartenwinkeln nicht halt macht. Heute findet man eine größer Artenfülle auf vermüllten Bahndämmen, als in deutschen Vorgärten.

Stilmittel: Geometrie. Ziel: Naturbeherrschung.
Ulf Soltau: Offene, unbesiedelte Böden werden von der Natur früher oder später zurück erobert. Man nennt das natürliche Sukzession. Erst kommen kurzlebige Pioniergewächse, dann Gräser und Stauden, später standorttypische Sträucher und Büsche und noch später Bäume unterschiedlicher Arten. Um einen Garten in seiner Struktur über die Jahre zu erhalten muss der Gärtner mit diesem Naturgesetz arbeiten. Dazu sollte er die Ansprüche seiner eingesetzten Pflanzen und die biotischen und abiotischen Faktoren in seinem Garten genau kennen.

Während den Delphinen in den Meeren die Vermüllung und andere Umweltbelastungen zusetzen, finden sie in diesem steinernen Refugium einen Rückzugsort.
Unterschiedliche Pflanzenarten haben unterschiedliche Ansprüche an ihren Lebensraum. Ein Farn bevorzugt den feuchten Schatten, ein Lavendel mag eher trockene, nährstoffarme, aber sonnige Standorte, eine Prachtscharte liebt es dagegen sonnig und feucht, hasst aber Kaninchen usw.

Sollte man aus nostalgischen Erwägungen dennoch nicht ganz auf Pflanzen verzichten wollen, dann hält der Fachhandel adäquate Vorgartengewächse bereit: Thuja-Persiflagen und Buchsbaum-Karikaturen…
Wer sich die Mühe macht, seinen Garten bezüglich seiner Standortfaktoren genau zu analysieren (eine Aufgabe, die jeder seriös arbeitende Gärtnereibetrieb vornehmen können sollte), der weiß die richtige Pflanze am richtigen Standort einzusetzen. Dort ist die Pflanze dann konkurrenzstark und unterdrückt andere, möglicherweise unerwünschte Pflanzen, ohne viel Zutun des Gartenbesitzers. Ein mit diesen Prinzipien der Natur angelegter Garten macht viel weniger Arbeit als ein Schottergarten, dessen Ist-Zustand mit großem Aufwand und unserem regelmäßigen Eingreifen aufrecht erhalten werden muss.
Schon allein aus thermodynamischer Sicht (Entropie) ist die Aussage nicht haltbar, ein naturnaher Garten mache mehr Arbeit als ein naturferner Schottergarten. Im Gegenteil: Das Leben (z.B. die Pflanze) zeichnet sich ja gerade dadurch aus, dass es sich und seinen Lebensraum, unter Aufwendung von Energie, selbst gestaltet. Die künstliche Ordnung in toten Systemen muss hingegen allein von UNSERER Arbeit aufrecht erhalten werden.

Wahre Schönheit kommt von innen.Arbeitserleichterung braucht Leidenschaft und Know How
Zur Arbeitserleichterung braucht ein lebendiger Garten also vor allem Leidenschaft und Know How. Ein Schottergarten hingegen braucht ein teures Unkrautvlies, einen Laubbläser, die Giftspritze, bisweilen sogar Wasserstoffperoxid, um die Steine frei von Algen zu halten – wie ich kürzlich lesen musste – und zu guter Letzt einen Psychotherapeuten für dessen Besitzer.

Pflanzen im Garten? Das ist heute schon lange kein Muss mehr. Der moderne Schottergarten ist vielfach schon komplett pflanzenbefreit und daher praktisch pflegefrei.
Ulf Soltau: Das Ziel von GdG ist nicht, Schottergärtner eines Besseren zu belehren, oder sogar zu überzeugen. Es ist natürlich zu begrüßen, wenn das passiert, doch GdG geht es viel mehr darum, auf eine völlig kontraproduktive Entwicklung im Gartenbereich (in Hinblick auf Artenschutz und Klimawandel) hinzuweisen und mit Humor und Augenzwinkern auf einen gesellschaftlichen Stimmungswechsel hinzuwirken. Schottergärten müssen in der breiten Öffentlichkeit endlich als das gesehen werden, was sie sind: ein verantwortungsloser Frevel gegenüber Natur, Klima und kommenden Generationen, ein trauriges Armutszeugnis und peinlicher Beweis des eigenen Unvermögens, ein garten-kulturhistorischer Kotau vor den Geschmacksmonopolisten Hellweg, Obi, Bauhaus & Co. und im hohen Maße lächerlich.
Es geht um Beschämung.

Interview: Beate Schwedler
Dunkelbunt: Vielen Dank für das Gespräch.
Ulf Soltau ist studierter Biologe, arbeitete u.a. im Podocarpus-Nationalpark in Ecuador und setzt sich mittlerweile intensiv mit den Eigenheiten der Gartenkultur auseinander. Mit Wortwitz und hintergründiger Gesellschaftskritik erreichte seine Facebook-Seite Gärten des Grauens große Popularität und erfuhr ein riesiges Medienecho. Längst ist Soltaus Projekt die erste Adresse, wenn es um die Dokumentation erschreckender Gartentrends geht.

Die Pressestelle der Stadt Dortmund teilt folgendes mit:
Am heutigen Sonntag – Stand 16 Uhr – sind 20 positive Testergebnisse dazu gekommen. Somit liegen seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in Dortmund insgesamt 665 positive Tests vor. 547 Patientinnen und Patienten haben die Erkrankung bereits überstanden und gelten als genesen.

In der Mengeder Heide am Rand des Birkenweges ist seit mindestens vorgestern Vormittag der nebenstehende Aufruf zu lesen.
Was zunächst etwas zögerlich anlief, hat inzwischen richtig Fahrt aufgenommen. Waren heue Vormittag bereits schon 24 Steine abgelegt – die meisten bunt und fantasievoll bemalt – waren es heute gegen 13.00 genau doppelt so viel. Emma (11) und Lena (12) hat es gefreut. Sie möchten weitere SpaziergängerInnen ermuntern, ebenfalls einen bunten Stein abzulegen.
Das Ziel, die Schlange bis zum Friedhofseingang zu verlängern, ist ambitioniert.
Die Pressestelle der Stadt Dortmund teilt folgendes mit:
Am heutigen Samstag – Stand 16 Uhr – sind neun positive Testergebnisse dazu gekommen. Somit liegen seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in Dortmund insgesamt 645 positive Tests vor. 538 Patientinnen und Patienten haben die Erkrankung bereits überstanden und gelten als genesen.

Keine Sorge vor Corona oder dem Bakterium „Suttonella arnithocola“. (s.hierzu heutigen Bericht über die Lungenerkrankungen bei Blaumeisen).
Dieses Rotkelchen muß zwischendurch offenbar nur mal eine kleine Pause einlegen.

Am 12.4. veröffentlichte MIT einen Bericht über erkrankte Blaumeisen. Eine Freundin der Verfasserin des Beitrags hatte am Tag vorher auf ihrem Balkon eine tote Blaumeise und dazu etwas später die offensichtlich erkrankte Blaumeise, die hier abgebildet ist, gefunden. Als Diplom-Biologin recherchierte sie und fand auf der Seite des Naturschutzbundes Deutschland, kurz NABU, den Beitrag über eine unbekannte Vogelkrankheit, von der Blaumeisen in diesem Frühjahr befallen sind.
Die Pressestelle der Stadt Dortmund teilt folgendes mit:
Am heutigen Freitag – Stand 14 Uhr – sind drei positive Testergebnisse dazu gekommen. Somit liegen seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in Dortmund insgesamt 636 positive Tests vor. 527 Patientinnen und Patienten haben die Erkrankung bereits überstanden und gelten als genesen.

In der Mengeder Heide am Rand des Birkenweges war heute morgen – 24.4. – der nebenstehende Aufruf zu lesen. Die Idee ist nachahmenswert und wird hoffentlich möglichst viele SpaziergängerInnen ermuntern aktiv zu werden. Es dürfte eigentlich kein Problem sein, dem Wunsch entsprechend die Schlange mit bunt bemalten Steinen zumindest bis zum Friedhofseingang zu verlängern.

Langeweile? Muss nicht sein! Zusammen mit den Kooperationspartnern des „Aktionstags Nachhaltigkeit“ bringt das Quartiersmanagement Westerfilde • Bodelschwingh ab dem 25. April unter#zuhauseSELBERMACHEN Anleitungen und Ideen zum Selbermachen auf die Bildschirme und in die Wohnzimmer. Die einfachen und nachhaltigen Ideen laden zum Mitmachen ein und werden in den kommenden Wochen laufend auf der Facebookseite des Quartiersmanagements gepostet www.facebook.com/qmwesterfildebodelschwingh
KLANGVOKAL und das Vokalmusikzentrum NRW präsentieren Konzert mit Rebal Alkhodari und Rimonda Naanaa auf Facebook

Rebal Alkhodari©Ellen Schmaus Photography
Am kommenden Sonntag, 26. April 2020 um 17.00 Uhr, präsentiert das KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund gemeinsam mit dem Vokalmusikzentrum NRW auf seiner Facebook-Seite eine Video-Premiere mit Rebal Alkhodari und Rimonda Naanaa. Gemeinsam spielen sie in einer Aufzeichnung aus dem Reinoldisaal traditionelle Musik aus Syrien, Kurdistan und dem Iran. Im Anschluss daran steht Rebal Alkhodari ab 18.00 Uhr live auf Instagram für Fragen rund um das Konzert und die Arbeit mit dem Ensemble Orpheus XXI NRW zur Verfügung.

Es ist im Zusammenhang mit der Coronakrise wiederholt die Hoffnung geäußert worden, unsere Gesellschaft werde am Ende der Coronakrise eine andere, vor allem zum Neuanfang bereit sein; eine Gesellschaft, die mit der Natur sorgsamer umgeht und solidarischer miteinander und mit den Menschen in den Nachbarländern.