Per Fahrrad durch Westerfilde & Bodelschwingh

Radtour – im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche

Foto: Silvia Rzadkowski

Foto: Silvia Rzadkowski

Als eine Aktion zur Europäischen Mobilitätswoche wird am Freitag, 18. September, im Zeitraum von 16 bis 19 Uhr eine Erlebnis-Radtour durch Westerfilde & Bodelschwingh sowie durch die  nähere Umgebung stattfinden. Vom 16. bis 22. September werben im Rahmen der Europäischen Mobilitätswochen Kommunen jedes Jahr europaweit für nachhaltige Mobilität. Motto in diese Jahr ist „Green Mobility for All – Klimafreundliche Mobilität für alle“.
Bei der Tour werden Orte aufgesucht, die sich in den letzten Monaten und Jahren durch das Engagement unterschiedlicher  Akteure verändert haben. Folgende Stopps sind bei dieser Radtour geplant: am Neubau der Reinoldi-Sekundarschule, in der Radwerkstatt, im Wohnungsbestand der Vonovia, auf dem Westerfilder Marktplatz und am Forsthaus Rahm.

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Großdemo in Berlin

#alarmstuferot

Am gestrigen Donnerstag – 9.9.2020 – fand in Berlin die Großdemonstration ‚#alarmstuferot‘ statt! Zahlreiche Initiativen und Verbände der Veranstaltungswirtschaft, Künstlerinnen und Künstler haben sich zusammengeschlossen, um auf den drohenden Kollaps der gesamten Branche aufmerksam zu machen. Die Zahl der Betroffenen ist hoch. Keine Veranstaltungen, Tagungen, Messen bedeutet für Tontechnikerinnen, Beleuchter, Eventfirmen, Trucker, Hallenbetreiber, Caterer, Verleiher, Securitys und viele andere herbe Verluste. Nach einem halben Jahr Pandemie sind viele Existenzen akut gefährdet.

Kurznachrichten – Hofladenradtour des BUND

Hofladenradtour des BUND in den Dortmunder Nordwesten

Foto: BUND

Wer regionale Produkte kauft, schont das Klima. Zusammen mit dem ADFC radelt der BUND  auch in diesem Jahr wieder gegen den Klimawandel. Die Radtour führt am 12.9.2020 in den Dortmunder Nordwesten und nach Castrop, u.a. zu zwei Biohöfen und durch die Naturschutzgebiete Beerenbruch und Im Siesack. An der Stadtgrenze zu Castrop-Rauxel is ein Abstecher zu den Emscher-Auen am HRB der Emschergenossenschaft geplant.

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Kaputtgart – Eine Kolumne von Peter Grohmann

Kaputtgart

 Von Peter Grohmann

In Deutschlands Autostadt Nr. 1 lässt man langsam die Motoren warmlaufen, damit rechtzeitig vor der Oberbürgermeisterwahl am 8. November 2020 Vollgas gegeben werden kann. Mercedes-Benz behauptet zwar, man könne sofort, also vom Start weg, Vollgas geben, frisiert oder nicht. Aber da hält meine Omi Glimbzsch in Zittau dagegen: Vorsicht, Kolbenfresser, sagt sie – aber eben nur bei den getürkten Autos.

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„Ehrenamt und Nachhaltigkeit – Engagement für eine lebenswerte Stadt“

OB Sierau zeichnet drei Organisationen aus

( U 25 ) Dortmund Online-Suizidprävention

Die FreiwilligenAgentur Dortmund stellte in diesem Jahr „das Thema „Ehrenamt und Nachhaltigkeit – Engagement für eine lebenswerte Stadt“ in den Mittelpunkt der Veranstaltung Engagement anerkennen.
Das Thema Nachhaltigkeit ist und bleibt eine Herausforderung für die Stadt und ihre Zivilgesellschaft. Dortmunder Initiativen lassen sich zunehmend von dieser Idee leiten oft auf ganz unterschiedliche Weise, aber alle mit dem gleichen Ziel: Eine lebenswerte Stadt zu gestalten und zu hinterlassen.

In diesem Jahr konnte, aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen und der dadurch begrenzten Raumkapazitäten, die Preisverleihung nur mit den Siegerprojekten im Rathaus durchgeführt werden. 

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Was wir in diesen Tagen gelernt haben

Die Zeit der Ausreden sollte vorbei sein

In knapp zwei Wochen jährt sich der von Fridays für Future organisierte Klimastreik, dem weltweit Millionen Menschen folgten. Es jährt sich demnächst auch der Termin, an dem im Bundestag das Klimapaket verabschiedet wurde, das – auch von regierungsfreundlich gesinnten Menschen – als „lausig“ bezeichnet wird. So überrascht es nicht, dass trotz Klimapaket z.B. der Kohleausstieg nicht vorgezogen wird und deswegen in den Braunkohlerevieren nach wie vor Dörfer dem Erdboden gleichgemacht werden. 
Dies und vieles andere hat bei dem kürzlichen Treffen der Kanzlerin mit den Klimaaktivistinnen dazu geführt, dass die Kanzlerin aufgefordert wurde, das Klima – ähnlich wie Corona – als Krise zu behandeln. Ein folgenloser Appell –  auf Seiten der Regierenden eine andere Art von Realitätsverweigerung.

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Der Wahlkampf für die Wahl am 13.9. geht aufs Ende zu ( 2 )

Heute in einer Woche ist es soweit….

Foto: Archiv MIT

Am gestrigen Samstag hat MIT vormittags bei einem Rundgang und bei strömendem Regen bewundernd festgestellt, dass einige der örtlichen Parteien unermüdlich auf die Wahlen am kommenden Sonntag hingewiesen haben. Immerhin waren gestern vier Parteien mit ihren Infoständen vertreten. In Mengede fehlte die CDU, aber die war nicht untätig, wie möglicherweise hätte vermutet werden können. Aus Bodelschwingh kommt der Hinweis, dass dort ein Info-Stand der CDU präsent war. Es seien sehr gute Gespräche mit interessierten BürgerInnen geführt worden, teilen die Aktiven aus Bodelschwingh mit.

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Alles wird platt gemacht

Immer mehr Gewerbegebieten fällt immer mehr Landschaft zum Opfer.
Ist das angesichts des Klimawandels und dichter Besiedelung noch zeitgemäß?

Der Artikel „Nein zum Dicken Dören“ in MIT am 25.08. und der Blick auf das  Informationsschild am Noch-Landschaftsraum haben meine Wunschvorstellung, der Einsatz der Groppenbrucher Bürgerinitiative gegen das dort geplante Gewerbegebiet habe tatsächlich Erfolg gehabt, der Realität weichen lassen. Ist denn jemals ein Gewerbegebiet oder auch eine Straße nach Bürgerprotesten verhindert worden? Wo haben Politik und Wirtschaftsvertretung zugehört und die Argumente der Anrainer ernst genommen? Mir fällt in unserer Region kein Beispiel ein.
Was mir auffällt, ist ein fortschreitender Verbrauch an Landschaft und Freiräumen, immer mit den Argumenten: Wachstum, Wirtschaft, Wohnungsbau. Gleichzeitig diskutieren wir vollmundig über Klimawandel, Artensterben und die dringend nötige Verkehrswende. Die Positionen sind bekannt.

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Der Wahlkampf für die Wahl am 13.9. geht aufs Ende zu

Nur die Harten kommen in den Garten

Foto: Heiko Schwenzfeier

Morgen in einer Woche – am 13. 9. 2020 – wird gewählt. Es geht dabei hauptsächlich um die kommunale Politik, denn zur Wahl stehen: u.a. der Rat und der Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, die Bezirksvertretung Mengede und der Bezirksbürgermeister für den Stadtbezirk Mengede.
Wir haben uns ein Bild gemacht, wer heute bei dem bescheidenen Wetter auf dem Mengeder Marktplatz unterwegs war. Sehen sie selbst:

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BUND, NABU und LNU lehnen Bebauungsplan Hom 252 „Am Lennhofe“ ab

Auch Hombruch hat seinen „Dicken Dören“

Am Lennhofe

Das Planungsgebiet im „Dicken Dören“, über das derzeit zischen den Städten Dortmund und Waltrop gestritten wird, ist kein Einzelfall.  Wer meint, angesichts des Klimawandels werde schonender mit Landeschaftsverbrauch umgegangen als bisher und unverhältnismäßige Eingriffe in die Naturs werde  es nicht mehr geben, der ist offensichtlich im Irrtum – wie der Bebauungsplan Hom 252 „Am Lennhofe“ zeigt. Der BUND hat MIT eine aktuellen Stellungnahme überlassen, in der es u.a. heißt:
Die Naturschutzverbände BUND, NABU und LNU setzen sich in einer umfangreichen Stellungnahme, die sie im Rahmen der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange abgegeben haben, erneut kritisch mit dem Bebauungsplan Hom 252 „Am Lennhofe“ auseinander. Sie lehnen das Vorhaben als unverhältnismäßig starken und vermeidbaren Eingriff ab. Die jetzt erfolgte Erhöhung der Anzahl der Wohneinheiten von 80 auf 104 ist in keiner Weise nachvollziehbar und verstärkt den erheblichen Eingriff in diesen ökologisch wertvollen Landschaftsraum am renaturierten Rüpingsbach. 

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Maske vergessen – kein Problem an den Grundschulen in Westerfilde & Bodelschwingh

Ehrenamtliche nähen 200 Quartiersmasken für Schüler*innen

Maskenübergabe an der Westhausen-Grundschule

Dank ehrenamtlicher Unterstützung freut sich die Schulleiterin der Westhausen Grundschule und natürlich die Schüler*innen über rund 100 selbstgenähte Quartiersmasken, die vom Quartiersmanagement Westerfilde & Bodelschwingh überreicht wurden.

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Parkplätze als Mehrzweckfläche

#ParkingDay auch in Mengede

Am gestrigen Mittwoch haben die Mengeder Grünen auf  dem Mengeder Marktplatz spontan eine Parkplatzreihe zu einer Mehrzweckfläche umfunktioniert – in diesem Fall zu einer Spielfläche. Anlass war der „Grüne Parkingday“, zu dem gestern auch andere Grüne OVs unterschiedlich aktiv waren. Mit der Mengeder Aktion sollte aufgezeigt werden, dass Parkplätze auch Lebensräume sein können – zumindest, wenn in erster Linie nicht nur an Autos gedacht wird. Vom Ende des Wochenmarktes bis ca. 17:00 Uhr dauerte die Aktion und wurde sehr gut angenommen.

Plakataktion: „Dortmund hat keinen Platz für Rechtsextremismus“

Breites Bündnis setzt ein klares Zeichen gegen Rechts

Im direkten Umfeld der Reinoldi-Sekundarschule in Westerfilde finden sich in der Kommunalwahl viele Plakate mit rechtsextremen Aussagen. Die Reinoldi-Sekundarschule ist bereits seit 2014 „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Deswegen ist die Sensibilität für diese Problematik in der Schülerschaft auch durch Projekttage verankert. 

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Republikflucht – Eine Kolumne von Peter Grohmann

Republikflucht

Von Peter Grohmann

„Wir schaffen das!“, sagten sich fast vier Millionen Menschen, die bis zum Fall der Berliner Mauerbauer die DDR verließen. Sie kamen unterirdisch, zu Wasser, zu Lande und aus der Luft, vielfach unter Lebensgefahr, weil sie keine Spitzel werden wollten, weil ihnen das System nicht passte, weil sie die Schnauze voll hatten vom so genannten Sozialismus, der real „drüben“ nie existierte. Oft waren die Gründe genauso vorgeschoben: Die Menschen wollten Bananen, Bohnenkaffee und einen BMW (den erst nach dem Kaffee). Die es geschafft hatten, die nicht im Knast landeten oder im Stacheldraht hängen blieben (wie heute auf der Balkanroute), blieben oft lebenslang Menschen wie Du und ich. Und die es nicht geschafft hatten? Auch.

Die Ressentiments gegen die DDR blieben erhalten, auch die gegen Ausländer, Juden, Schwule. Hinzu kamen im Laufe der Jahre bei vielen von uns die Ressentiments gegen die Bundesrepublik. So etwas summiert sich. Coronagegner etwa würden sich, nachdem sich ihrer Meinung nach die Republik immer mehr zu einer brutalen Diktatur entwickelt, ostwärts absetzen können – Putin etwa ist sehr beliebt, und westwärts lauert die Weltregierung, sagt selbst Kennedy jr. unter dem Jubel der 50.000 Republikflüchtlinge.

Wie immer blieben auch diesmal viele zu Hause, um ihren BMW zu putzen, oder weil sie die Grippe fürchteten oder von den gleichgeschalteten Medien eingeschüchtert wurden. So manche mögen auch an Rechtschreib-, Seh- und Leseschwäche leiden. Kann sein. Ich tippe eher darauf, dass ihnen der prophezeite Untergang der Republik piepegal ist und sie sich sagen: „Die schaffen das auch ohne mich!“

Unterdessen haben einstweilen immer noch alle Deutschen das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln, was aber die wenigsten machen. Und wenn, dann tun sie’s eher selten und ungern – also anders als derzeit in Belarus. In Minsk versammeln sich Woche um Woche voller Enthusiasmus die Freunde der Republik, und nur wenige von ihnen werden eingefangen und gefoltert – die Abschreckung funktioniert nicht. Richtig ist aber auch, dass die CIA auch dort mitmischt – wie der russische Geheimdienst. Und dass die Nato-Aufmärsche im Osten diesmal keine Erfindung von Russia Today sind. „Was Lukaschenko oder Trump angeht“, so meine Omi Glimbzsch in Zittau, „da dreh‘ ich die Hand nicht um.“

Ach so, Artikel 8 GG: Demonstrationen, die maßvolle Gesundheitsvorschriften maßlos missachten, sind nicht friedlich.

Peter Grohmann* ist Kabarettist und Koordinator von Bürgerprojekten. Wir danken Peter Grohmann für die Zustimmung zum Abdruck dieser Kolumne.
*peter-grohmann@die-anstifter.de